Menü
Home Veranstaltungen Fakten Suchbegriffe Personen Jahrestage Karte Zeitensprünge Podcast

Fakten

Fakten Karte Suchbegriffe Personen Jahrestage
2000
-3000 Chronik 2026
Gefundene Einträge: 7
Suchergebnisse als PDF
1120
Die Gründung des Templerordens 

Jerusalem * Hugo von Payns schließt sich mit einer kleinen Gruppe von Rittern zu einer geistlichen Gemeinschaft zusammen. Ihr vorrangiges Ziel ist der bewaffnete Schutz christlicher Pilger, die auf den unsicheren Straßen zwischen den Hafenstädten, Jerusalem und den heiligen Stätten unterwegs sind. König Balduin II. und der lateinische Patriarch von Jerusalem unterstützen die Gemeinschaft. 

Der König überlässt den Rittern Räume in seinem Palast auf dem Tempelberg, nahe der heutigen al-Aqsa-Moschee. Da die Kreuzfahrer diesen Ort für den Standort des biblischen Tempels Salomos halten, nennt sich die Gemeinschaft "Pauperes commilitones Christi Templique Salomonici" – „Arme Gefährten Christi und des Tempels Salomos“. Daraus entsteht die Kurzbezeichnung Templer. 

Die Ritter verpflichten sich zu Armut, Keuschheit und Gehorsam. Anfangs besitzen sie kaum eigene Mittel und sind auf Schenkungen angewiesen. Erst das Konzil von Troyes erkennt die Gemeinschaft 1129 offiziell als geistlichen Ritterorden an und gibt ihr eine verbindliche Ordensregel.

1130
Bernhard von Clairvaux erarbeitet die Ordensregel der Templer

Clairvaux * Inwieweit Bernhard von Clairvaux an der Erstellung der Ordensregel der Templer beteiligt war, ist umstritten. Der Zisterziensermönch kann aber den Templern bei der Findung eines angemessenen Rahmens helfen und mit seinem rhetorischen Talent diesen auch gegenüber Skeptikern durchsetzen.

Bernhard von Clairvaux sieht in den Templern die neuen Glaubenskrieger, die den freien Zugang zu den Heiligen Stätten wieder herstellen, die Pilger schützen und den Frieden sichern. Kein Wunder also, dass die Ordensregeln der Templer ganz im Geiste der von Bernhard von Clairvaux stark beeinflussten Ordensregeln der Zisterzienser gehalten sind und die Tempelritter bei ihrem Eintritt in den Orden Armut, Keuschheit und Gehorsamkeit geloben müssen.

In seinem Traktat „Lob der neuen Ritterschaft“ preist Bernhard die Tugenden sowie die Werke der Nächstenliebe der Tempelherren und gibt damit dem Ritterorden eine theologische Begründung.

Bei so viel Unterstützung durch Bernhard von Clairvaux verwundert es nicht, dass sich die Tempel-Ritter zu den Zisterziensern hingezogen fühlen. Aufgrund ihrer Kleidung werden diese Kirchenmänner auch als „weiße Mönche“ bezeichnet. Und nachdem die Tempelherren die Zisterzienser als ihren Mutterorden empfinden, übernehmen sie auch die Farbe weiß für ihren Umhang.

1139
Papst Innozenz II. erklärt trennende Ehehindernisse für Priester

Rom-Vatikan * Papst Innozenz II. erklärt die Spende der Weihen zu einem trennenden Ehehindernis. Damit können verheiratete Männer nur noch dann zu Priestern geweiht werden, wenn sie ihre Frau durch Ablegung eines Keuschheitsgelübdes freigibt. Für die Erlangung der Bischofswürde ist sogar der Eintritt der Ehefrau in ein Kloster Voraussetzung. 

29. November 1229
Der Papst bestätigt die Franziskanerregel 

Rom * Papst Honorius III. bestätigt die endgültige Ordensregel der Franziskaner. Sie verpflichtet die Brüder zu einem Leben in Gehorsam, ohne Eigentum und in Keuschheit. 

Wer arbeiten kann, soll durch seine Arbeit zum Lebensunterhalt beitragen. Als Lohn dürfen die Brüder das Lebensnotwendige annehmen, jedoch kein Geld. Auch das Bitten um Almosen gehört zu ihrer Lebensweise. Für kranke Mitbrüder muss die Gemeinschaft fürsorglich einstehen; das Verbot, Geld anzunehmen, bleibt dabei bestehen.

1. Mai 1501
Der Orden erhält seinen Namen und das vierte Gelübde 

Rom * Die Gemeinschaft heißt nun Orden der Mindesten Brüder („Minimen“, später auch „Paulaner“). Sie einigt sich auf eine Regel für das gemeinsame Zusammenleben. Damit ist der Grundstein für einen Bettelorden gelegt. 

  • Sie wollen die Geringsten unter den Söhnen des heiligen Franz von Assisi sein und nennen sich deshalb zunächst Eremiten des heiligen Franziskus. 
  • Da die Ordensmitglieder die Regeln des Quadragesimalfastens auf ihr ganzes Leben ausdehnen, müssen sie neben den drei üblichen Gelübden Keuschheit, Armut und Gehorsam noch ein viertes, nämlich das der Enthaltung von Fleischspeisen ablegen. 
  • Das Fastengelübde besagt, dass sie sich nicht vom Fleisch und von allem, was vom Fleische kommt, ernähren dürfen. Damit sind ihnen nicht nur Fleisch und Wurst, sondern auch Milch, Butter und Eier strengstens untersagt. Da bleibt also nur Brot, Fisch, Gemüse, Salat, Wein und Bier. 
1520
Martin Luther zum Thema Frauenhäuser

Deutschland * Martin Luther, der Verfechter der neuen Lehre, schreibt in seinem Pamphlet „An den christlichen Adel deutscher Nation“ zum Thema Frauenhäuser folgendes:  

„Zuletzt, ist das nicht ein jämmerlich Ding, dass wir Christen unter uns sollen halten freie, gemeine Frauenhäuser; so wir alle sind zu Keuschheit getauft?  
Ich weiß wohl, was etliche dazu sagen [...], besser ein solches, denn etliche und Jungfrauen-Personen oder noch ehrlichere zu Schanden machen.  

Sollten aber hier nicht bedenken weltlich und christlich Regiment, wie man demselben nicht mit solch heidnischen Weise möchte zuvorkommen“.