In einem Monat 112.650 Kubikmeter Schutt bewegt
München * Das Münchner „Wiederaufbaureferat“ meldet einen Rekord: In diesem Monat werden 112.650 Kubikmeter Kriegsschutt bewegt, so viel wie noch nie.
München * Das Münchner „Wiederaufbaureferat“ meldet einen Rekord: In diesem Monat werden 112.650 Kubikmeter Kriegsschutt bewegt, so viel wie noch nie.
München * München ist die am besten vom Schutt befreite Großstadt in Westdeutschland. Von 5 Millionen Kubikmetern Kriegsschutt sind bereits 4 Millionen beseitigt.
München-Neuhausen * Der aus Russland stammende Timofej Wassiljewitsch Prochorow beginnt am Oberwiesenfeld in München-Neuhausen mit dem Bau eines kleinen Anwesens aus Kriegsschutt und wiederverwendeten Baumaterialien. Gemeinsam mit seiner Frau Natascha errichtet er zunächst ein Wohnhaus, später eine kleine Kirche und einen Garten - den heutigen Ost-West-Friedensgarten.
Nach eigenen Angaben waren Marienvisionen der Auslöser für ihren Weg nach München. Ihr Ziel: eine Kirche als Zeichen der Versöhnung zwischen Ost und West zu errichten. Das Kirchlein wird der Gottesmutter Maria geweiht und entwickelt sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem weithin bekannten Friedenssymbol.
Alle Gebäude entstehen ohne behördliche Genehmigung. Trotz ihres Status als „Schwarzbau“ bleibt die Anlage erhalten und wird zu einem außergewöhnlichen Wahrzeichen Münchens.
München-Neuhausen * Väterchen Timofej Wassiljewitsch Prochorow stirbt - angeblich im Alter von 110 Jahren. Sein tatsächliches Alter bleibt ungeklärt. Der russische Eremit, der aus Kriegsschutt die Ost-West-Friedenskirche errichtete, war längst eine Münchner Institution. Mit seinem Tod wird aus der ungewöhnlichen Persönlichkeit endgültig eine Legende der Stadtgeschichte.