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29. September 1369
Herzog Stephan II. muss die Grafschaft Tirol abtreten

Tirol * Nach mehr als sechs Jahren Krieg und trotz zäher Gegenwehr muss Herzog Stephan II. die Grafschaft Tirol gegen eine Entschädigung von 116.000 Gulden an die Habsburger abtreten. Die Grenzgerichte Schärding, Kufstein, Rattenberg und Kitzbühel bleiben bairisch und werden in der Folgezeit dem Teilherzogtum Baiern-Ingolstadt zugeteilt.

Um den 10. April 1504
Herzog Albrecht IV. erhält finanzielle und militärische Hilfe

München * Herzog Albrecht IV. von München-Oberbaiern erklärt sich bereit, die Gerichte Kufstein, Kitzbühel und Rattenberg an König Maximilian I. für seine Vermittlungstätigkeiten abzutreten. König Maximilian I. sagt ihm daraufhin eine finanzielle Unterstützung und 10.000 Mann als Hilfstruppe zu. 

26. Januar 1683
Ein österreichisch-baierisches Bündnis gegen die Osmanen

München - Wien * Dem Treffen von Altötting vom März 1681 folgen langwierige Verhandlungen zwischen den kaiserlichen und den baierischen Abgesandten, die letztlich in einem Defensivbündnis enden, in dem sich das Kurfürstentum Baiern verpflichtet, in den bevorstehenden Auseinandersetzungen mit den Osmanen ein Truppenkontingent von 8.000 Mann zu stellen.

Baiern kann die Zusage aushandeln, dass das Land jährlich Subsidienzahlungen in Höhe von 250.000 Gulden, im Kriegsfall von 450.000 Gulden, erhält.

Da jedoch vorhersehbar ist, dass Wien - in Anbetracht der politischen Lage, der sonstigen Verpflichtungen und der verstärkten Kriegsanstrengungen gegen die Osmanen - diese Summe nie aufbringen kann, verlangen die kurfürstlichen Verhandlungsführer Sicherheiten. Das waren die Einkünfte der Grafschaft Neuburg am Inn, der Markgrafschaft Burgau und des Mautamtes Tarvis. Das Ziel ist eine spätere Gebietserweiterung um die Ämter Kufstein und Rattenberg.

Der Bündnisvertrag bedeutet jedoch keinesfalls die völlige Abkehr von Frankreich. Zwar werden sich die politischen Beziehungen zwischen München und Paris ein wenig abkühlen, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, künstlerischen und kulturellen Beziehungen wurden jedoch kaum beeinträchtigt. 

17. Juni 1703
Max Emanuel beginnt den Einmarsch in Tirol 

Kufstein - Tirol * Kurfürst Max Emanuel erreicht mit rund 12.000 baierischen und französischen Soldaten die Tiroler Nordgrenze und beginnt den Einmarsch in das habsburgische Land. Am folgenden Tag überwinden seine Truppen die Grenzbefestigung bei Erl; am 19. Juni beginnt die Belagerung der Festung Kufstein. 

Max Emanuel will durch das Inntal und über den Brenner nach Süden vorstoßen, um sich mit der französischen Italienarmee unter Marschall Vendôme zu vereinigen. Gemeinsam sollen die verbündeten Heere anschließend gegen die österreichischen Erblande und möglicherweise gegen Wien ziehen. 

1. Juli 1703
Der Tiroler Aufstand zwingt Max Emanuel zum Rückzug 

Tirol * Tiroler Schützen, Landmilizen und bewaffnete Bauern erheben sich gegen die baierisch-französische Besatzung. Bereits am 1. Juli vernichten sie an der Pontlatzer Brücke einen Vorstoß ins Oberinntal. Zugleich versperren Tiroler und kaiserliche Truppen den Weg über den Brenner und verhindern die geplante Vereinigung Max Emanuels mit der französischen Italienarmee. Von seinen Nachschubwegen abgeschnitten und von mehreren Seiten bedrängt, muss der Kurfürst seinen Feldzug abbrechen. 

7. November 1704
Der Vertrag von Ilbesheim beendet Baierns Kriegsteilnahme

Ilbesheim bei Landau - Baiern * Im Hauptquartier der kaiserlichen Truppen unterzeichnen der kurbaierische Bevollmächtigte Johann Sebald Neusönner und Vertreter Kaiser Leopolds I. den Vertrag von Ilbesheim. Der weitgehend diktierte Waffenstillstands- und Kapitulationsvertrag beendet die Beteiligung Baierns am Spanischen Erbfolgekrieg. 

Regentin Therese Kunigunde behält die eingeschränkte Herrschaft über die Residenzstadt München und den größten Teil des Rentamts München. Das übrige Kurfürstentum kommt unter die Kontrolle der kaiserlichen und verbündeten Besatzungsmächte. 

Das baierische Heer wird aufgelöst; lediglich eine 400 Mann starke Garde der Kurfürstin bleibt bestehen. Die noch von kurbaierischen Truppen gehaltenen Festungen, darunter Ingolstadt und Kufstein, müssen mitsamt Waffen und Vorräten übergeben werden. Außerdem sind die Münchner Befestigungsanlagen teilweise zu schleifen und die französischen Offiziere auszuweisen. 

1785
Carl Theodors Geschenke für eine ehemalige Mätresse

Mattsies - Kufstein * Kurfürst Carl Theodor schenkt seiner ehemaligen Mätresse Maria Josepha von Toerring-Seefeld, eine geborene Minucci, - fünf Jahre nach ihrer Eheschließung - das Schlossgut und Bräuhaus Mattsies bei Mindelheim.

Im darauffolgenden Jahr erhält sie dann noch die Pflege Auerburg bei Kufstein.

Um 1850
Die Bezeichnung Stepperg wandert in die Isarauen

Bogenhausen * Auf Stadtplänen aus der Zeit nach 1850 wandert die Bezeichnung Stepperg von der Isarhochkante in die Isarauen hinunter, an jenen Ort, an dem einst die Ökonomiegebäude, Remisen, Heustadeln, das Brunnhaus und die Glashäuser des Montgelas’schen Naturgar­tens standen. Heute befindet sich dort der Kufsteiner Platz mit der anschließenden Wohnbebauung.