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22. Juni 431
Das Konzil von Ephesus bestätigt Maria als „Gottesgebärerin“ 

Ephesus * Das dritte ökumenische Konzil dauert vom 22. Juni bis zu 31. Juli 431. Es berät über das Verhältnis der göttlichen und der menschlichen Natur Jesu Christi. Es bestätigt den griechischen Marientitel Theotokos – „Gottesgebärerin“ oder „Mutter Gottes“ – und verwirft die Lehre des Patriarchen Nestorius. Der Titel besagt nicht, dass Maria Ursprung der Gottheit ist. Er unterstreicht vielmehr, dass Jesus Christus von seiner Geburt an wahrer Gott und wahrer Mensch in einer Person ist. Der Beschluss prägt sowohl die christliche Lehre von Christus als auch die weitere Marienverehrung. 

7. November 1638
Die Mariensäule auf dem Schrannenplatz wird eingeweiht 

München-Graggenau * Am ersten Sonntag nach Allerheiligen weiht der Freisinger Fürstbischof Veit Adam von Gepeckh die Mariensäule auf dem heutigen Marienplatz feierlich ein. Kurfürst Maximilian I. erfüllt damit ein Gelübde aus der Zeit des schwedischen Einmarsches von 1632: Das Monument drückt seinen Dank für die Bewahrung Münchens vor der Zerstörung aus.  

Der Termin verbindet die Einweihung mit der jährlichen Gedächtnisprozession für den Sieg über das böhmische Heer am Weißen Berg bei Prag. Die Säule mit Maria als „Patrona Bavariae“ verkörpert zugleich Maximilians persönliche Marienverehrung und die enge Verbindung von katholischem Glauben und kurfürstlicher Herrschaft. Sie wird zum Vorbild weiterer Mariensäulen, unter anderem in Wien und Prag.