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31. Mai 1523
Papst Hadrian VI. spricht den Bischof Benno von Meißen heilig

Rom * Papst Hadrian VI. spricht auf Betreiben von Herzog Georg dem Bärtigen von Sachsen den Bischof Benno von Meißen, den späteren Münchner Stadtpatron, heilig.

Die Heiligsprechung des Bischofs von Meißen löst einen konfessionellen Streit aus. Martin Luther reagiert mit einer Streitschrift unter dem Titel: „Wider den neuen Abgott und alten Teufel, der zu Meißen soll erhoben werden.“

 

6. März 1629
Kaiser Ferdinand II. erlässt das Restitutionsedikt

Wien * Kaiser Ferdinand II. erlässt - in Übereinstimmung mit den Kurfürsten von Mainz, Köln, Trier und Baiern - das Restitutionsedikt, das jede „Entfremdung von katholischem Kirchengut nach dem Stichjahr 1552 für unrechtmäßig“ erklärt.

Davon betroffen sind rund 500 Klöster und Konvente vor allem in Niedersachsen und Württemberg, die Erzbistümer Bremen und Magdeburg sowie zwölf reichsunmittelbare Bistümer in Norddeutschland. Nur Meißen, Merseburg und Naumburg werden dem Kurfürsten von Sachsen aus politischen Rücksichten vorerst überlassen. Es erhebt sich nicht nur bei den protestantischen Reichsständen lauter Protest. Selbst der Papst äußert Bedenken.

23. Januar 1710
August der Starke gründet die Meißener Porzellanmanufaktur 

Meißen * Der sächsische Kurfürst und polnische König August der Starke gibt die Gründung der ersten europäischen Manufaktur für Hartporzellan bekannt. Vorausgegangen ist die erfolgreiche Herstellung europäischen Hartporzellans 1708 durch Johann Friedrich Böttger und weitere Fachleute um Ehrenfried Walther von Tschirnhaus. Die Produktion in der Meißener Albrechtsburg beginnt im Juni 1710. 

1742
Eine Meißener Porzellanfigur stellt eine Dame des Mopsordens dar 

Meißen * Die Porzellanmanufaktur fertigt die Figur „Die Dame vom Mopsorden“ im Auftrag der Prinzessin Henriette Amalie von Anhalt-Dessau. Die dargestellte Frau hält einen Mops im Arm; ein zweiter schaut unter ihrem Rock hervor. Die Figur verweist auf die Verbindung zwischen der zeitgenössischen Begeisterung für Möpse und der geheimen Gesellschaft. Eine Mitgliedschaft der Auftraggeberin lässt sich daraus allerdings nur vermuten.