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30. Dezember 1777
Kurfürst Carl Theodor vereint Pfalz und Baiern 

München - Mannheim * Mit dem Tod Kurfürst Max III. Josephs erlischt die baierische Linie der Wittelsbacher. Sein Erbe tritt Kurfürst Carl Theodor aus der pfälzischen Linie an. Unter seiner Herrschaft entsteht Kurpfalz-Baiern. 

Der Wappenschild des Kurfürsten umfasst nun acht Felder. Ihre Wappenbilder stehen für die verschiedenen Besitzungen und Herrschaftsansprüche, die Carl Theodor unter seiner Herrschaft vereint. 

22. März 1793
Pfalz-Baiern tritt in den Reichskrieg gegen Frankreich ein

München - Wien - Paris * Pfalz-Baiern tritt nach heftigen Drohungen der Österreicher in den Reichskrieg gegen Frankreich ein. Um genügend Soldaten rekrutieren zu können, werden zunächst in München und dann in den anderen Amtsbezirken „mit keinem hinreichend gewissen Nahrungsstand versehene oder übel beschriebene dienstlose und müßiggehende Personen ledigen Standes“ zwischen 17 und 42 Jahren zwangsweise für den Militärdienst eingezogen.

20. Februar 1799
Kurfürst Max IV. Joseph zieht umjubelt in München ein

München * Der neue Kurfürst Max IV. Joseph zieht unter dem Jubel der Bevölkerung in München ein. Der Neue will sich von seinem Vorgänger positiv abheben, aber auch das Land verändern. Er vertraut seinem Berater Maximilian Joseph von Montgelas und lässt ihn nach eigenem Ermessen schalten und walten.

Für Maximilian Joseph Freiherr von Montgelas bedeutet das die Chance, das Kurfürstentum Pfalz-Baiern zu einem modernen Staat umzubauen. Da Kurfürst Max IV. Joseph stark zur Bequemlichkeit neigt, kommt ihm das Engagement Montgelas gelegen. Montgelas übernimmt bis 1817 die Aufgaben eines Ministers der Auswärtigen Geschäfte. 

Nach dem 20. Februar 1799
Ein Wappen mit bis zu 16 Feldern 

Kurpfalz-Baiern * Unter Kurfürst Max IV. Joseph, dem späteren König Max I. Joseph, erreicht das kurbaierische Wappen eine besonders aufwendige Gestalt: Der Hauptschild umfasst zeitweise bis zu 16 Felder. Hinzu kommt ein aufgelegter Mittelschild, der selbst in vier Felder geteilt ist und einen kleinen Herzschild trägt. 

Die zahlreichen Wappenbilder stehen für die vereinten Territorien und Herrschaftsansprüche des ebenfalls aus der pfälzischen Linie der Wittelsbacher stammenden Regenten.

Um den 20. Juli 1800
Oppositionelle und regimekritische Kreise äußern ihren Unmut

München * Oppositionelle und regimekritische Kreise äußern auch weiterhin ihren Unmut am Kurfürsten Max IV. Joseph laut und heftig. Besonders nachdem deutlich wird, dass weder Österreich noch England an einem Friedensschluss mit Frankreich interessiert sind und sich Pfalz-Baiern sogar zu einer Erhöhung des Truppenkontingents verpflichtet hat, „weil England einige Millionen Geld, das weise Fürsten nicht ausschlagen und höher als das Blut der Untertanen schätzen müssen, welches keinen Wert hat, wohl aber den Grund und Boden düngt, auf dem selbe erschlagen werden, gezahlt und deinen treuen Ministern mit Brillanten besetzte Tobaksdosen geschenket hat“.  

Der Kurfürst wird als Hofmetzger geschmäht, weil „er unsere Kinder verkauft wie‘s Vieh“.