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30. Juli 1505
Der Kölner Schiedsspruch beendet den Landshuter Erbfolgekrieg

Köln * Der Kölner Schiedsspruch des römisch-deutschen Königs Maximilian I. beendet den Landshuter Erbfolgekrieg.  

  • Die wittelsbachischen Teilherzogtümer München-Oberbaiern und Landshut-Niederbaiern werden wieder vereinigt.  
  • Das Landshuter Erbe wird geteilt zwischen dem Pfalzgrafen, den bairischen Herzögen und König Maximilian I..  
  • Das Fürstentum Pfalz-Neuburg wird gebildet. 
Ab 1629
Wemding ist erneut das Zentrum einer Hexenverfolgung

Wemding * Im Kurfürstentum Baiern ist Wemding von 1629 bis 1630 erneut das Zentrum einer Hexenverfolgung. Die baierische Enklave liegt auf fränkischem Gebiet und ist umgeben von den Auswirkungen der dortigen Hexenverfolgungen.

Denunziation aus dem Herzogtum Pfalz-Neuburg und der Grafschaft Oettingen führen auch hier zu einer neuen Verfolgungswelle - trotz der gemachten schlechten Erfahrungen. Vierzig Personen werden Opfer des Hexenwahns. 

7. Juli 1683
Die Kaiserfamilie verlässt Wien fluchtartig

Wien - Krems - Melk - Linz - Passau * Kaiser Leopold verlässt fluchtartig - gemeinsam mit seiner Gemahlin Eleonore von Pfalz-Neuburg - seine Residenzstadt. 69 Kaleschen [= vierrädrige leichte Kutschen] und 32 schwere Wagen für den Kaiser und 33 Kaleschen, 22 schwere Wagen und 203 leichte Wagen für die Prinzessinnen und Prinzen verlassen samt dem Hofstaat die vor der Belagerung stehende Stadt.

Die Flucht führte zunächst nach Krems und von dort über Melk und Linz per Schiff nach Passau. 

7. September 1683
Kurfürst Max Emanuel kommt mit dem Schiff in Linz an

Linz * Kurfürst Max Emanuel kommt mit dem Schiff in Linz an. Kaiser Leopold I. empfängt ihn persönlich am Ufer und führt ihn zum Schloss, wo die Kaiserin ihren Gatten „mit einer Prinzessin erfreut“ hat. Das Mädchen wird noch am Nachmittag getauft. Kurfürst Max Emanuel fungiert als Taufpate, bevor er am Abend nach Wien weiter reist. 

Oktober 1702
Baierische Truppen besetzen weitere Städte in Schwaben 

Memmingen - Lauingen - Dillingen * Nach der Besetzung Ulms setzen die Truppen Max Emanuels ihren Vormarsch in Schwaben fort. Die Freie Reichsstadt Memmingen wird nach kurzer Belagerung eingenommen. Anschließend besetzen die Baiern auch Lauingen und Dillingen und sichern damit wichtige Straßen und Donauübergänge. 

Memmingen ist eine Reichsstadt, Lauingen gehört zum Herzogtum Pfalz-Neuburg, Dillingen zum Hochstift Augsburg. Mit den Eroberungen versucht Max Emanuel, sein Herrschaftsgebiet nach Westen auszudehnen und eine militärische Verbindung zu den französischen Truppen am Oberrhein herzustellen. 

Februar 1703
Max Emanuel erobert Neuburg an der Donau 

Neuburg an der Donau * Baierische Truppen unter dem persönlichen Befehl Kurfürst Max Emanuels belagern und erobern Neuburg an der Donau. Die Stadt ist die ehemalige Residenz des Herzogtums Pfalz-Neuburg, das dem mit Kaiser Leopold I. verbündeten pfälzischen Kurfürsten Johann Wilhelm untersteht. 

Mit der Besetzung sichert Max Emanuel einen wichtigen Donauübergang und erweitert seine Machtstellung in Richtung Franken und Oberpfalz. Zugleich verwirklicht er einen Teil seiner territorialen Pläne: Der Kurfürst betrachtet Pfalz-Neuburg als altes Erbe des Hauses Wittelsbach und will es dauerhaft seinem Herrschaftsgebiet einverleiben. 

1736
Die „Raffael-Gobelins“ als Geschenk an Pfalz-Neuburg

Paris * König Ludwig XV. von Frankreich verfügt, dass die vierte Auflage der „Raffael-Gobelins“ als Geschenk an den Kurfürsten Carl Philipp von Pfalz-Neuburg gehen soll. 

Die französische Krone ist seit 1661 eng mit der Pfalz verbunden. In diesem Jahr hat Elisabeth Charlotte - besser bekannt als Liselotte von der Pfalz - den Herzog Philipp I. von Orleans, den Bruder von Ludwig XIV, geheiratet.