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Streit zwischen den Franziskanern und der Pfarrgeistlichkeit

München-Graggenau * Da bei den Beerdigungen sogenannte Stol-Gebühren fällig werden, kommt es zum Streit zwischen den Franziskanern und der Pfarrgeistlichkeit von St.-Peter und Unserer Lieben Frau. Man einigt sich auf einen Modus: Die für den Franziskaner-Friedhof bestimmten Leichen müssen zuvor in den zuständigen Pfarrkirchen ausgesegnet werden. Anschließend werden sie in einer Prozession zur Franziskaner-Begräbnisstelle überführt.

28. November 1705
Die Aufständischen ziehen in die Festung Braunau ein

Braunau am Inn * Nach zweiwöchiger Belagerung übernehmen die Aufständischen die bedeutende Grenzfestung Braunau. Der Kapitulationsvertrag ist bereits am Vortag unterzeichnet worden; nun ziehen die Truppen der Landesdefension in die Stadt ein. 

Die Belagerungsarmee ernennt Georg Sebastian Plinganser, Mitterschreiber am Pfleggericht Pfarrkirchen, zum Kriegskommissär. Damit wird er zu einem der führenden Organisatoren des Unterländeraufstands. Braunau entwickelt sich zum militärischen und politischen Zentrum der Erhebung und wird im Dezember zum Tagungsort des Landesdefensionskongresses. 

Um den 8. Dezember 1705
Die Landesdefension beherrscht große Teile der Innlinie 

Burghausen - Braunau - Schärding * Die überwiegend von Georg Sebastian Plinganser, dem Mitterschreiber am Pfleggericht Pfarrkirchen, mitorganisierte Aufstandsbewegung erzielt bedeutende Erfolge. Nach der Einnahme Burghausens, Braunaus und Schärdings kontrolliert die Landesdefension wichtige Übergänge am Inn und große Teile des Rentamts Burghausen. 

Die Burghauser Rentamtsregierung stellt sich unter dem Druck der Aufständischen auf deren Seite. Dadurch gewinnt die Erhebung zusätzliche organisatorische und politische Unterstützung. Von den Zentren am Inn breitet sie sich weiter in das Rott- und Vilstal aus. 

1. Mai 1845
Erste Pfarrkirchen-Maiandacht Deutschlands in der Ludwigskirche

München-Maxvorstadt * In der Ludwigskirche wird die erste Maiandacht auf deutschem Boden in einer Pfarrkirche gehalten. 

Bereits im Mai 1841 wurde die Maiandacht in der Hauskapelle der Frauen zum guten Hirten im damals noch nicht zu München gehörenden Haidhausen eingeführt.

Im Mai 1843 fand die erste Maiandacht auf Münchner Boden in der Herzogspitalkirche statt. Beide Gotteshäuser waren aber keine Pfarrkirchen.