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18. August 1702
Max Emanuel entscheidet sich für Frankreich 

München - Versailles * Einen Tag nachdem Kaiser Leopold I. seine weitreichenden Forderungen nach einer Königskrone und territorialen Zugewinnen zurückweist, entscheidet sich Kurfürst Max Emanuel mit seinen Beratern endgültig für die französische Seite. Er nimmt das bereits ausgehandelte Offensivbündnis mit König Ludwig XIV. an. 

Damit wird das seit März 1701 bestehende Defensiv- und Neutralitätsabkommen zu einem Angriffsbündnis erweitert. Frankreich verspricht Subsidien, militärische Unterstützung und Entschädigung für den Fall, dass Baiern im Krieg besetzt wird. Max Emanuel erhofft sich Gebietserweiterungen und die Erhebung seines Hauses in den Königsrang. 

Die Entscheidung führt Baiern in den Krieg gegen Kaiser und Reich. Wenige Wochen später lässt Max Emanuel die Reichsstadt Ulm überraschend besetzen und beginnt damit den sogenannten baierisch-deutschen Krieg.

8. September 1702
Max Emanuel eröffnet den Krieg gegen Kaiser und Reich 

Ulm * Baierische Truppen überfallen und besetzen die Freie Reichsstadt Ulm. Mit diesem Landfriedensbruch gibt Kurfürst Max Emanuel seine Neutralität endgültig auf und eröffnet seinen eigenen Krieg gegen Kaiser und Reich, die sogenannte Baierische Diversion. 

Der Spanische Erbfolgekrieg hat bereits 1701 begonnen und wird zu diesem Zeitpunkt in Italien, am Rhein und in den Spanischen Niederlanden geführt. Mit dem Angriff auf Ulm weitet Max Emanuel den Krieg auf Süddeutschland aus. Die strategisch wichtige Reichsstadt soll Baiern den Weg zu den französischen Truppen am Oberrhein öffnen. Kurz darauf lässt der Kurfürst auch Memmingen und Dillingen besetzen. 

Neben Max Emanuel stellt sich unter den Kurfürsten des Reiches nur sein Bruder Joseph Clemens von Köln offen auf die Seite Frankreichs. Beide hoffen, mit französischer Unterstützung ihre Territorien zu erweitern und die Stellung des Hauses Wittelsbach zu stärken.