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2000
-15 Chronik 2026
Gefundene Einträge: 1
1983
„Aufbrezeln“ wird zum geflügelten Wort

München * Das Verb „aufbrezeln“ stammt aus dem bairisch-österreichischen Sprachraum und bedeutet so viel wie sich herausputzen, sich schick machen oder sich besonders elegant kleiden. Die Redewendung leitet sich von der Breze ab: Erst wenn sie goldbraun gebacken ist, zeigt sie sich von ihrer schönsten Seite – so wie Menschen, die sich für einen besonderen Anlass geschniegelt und geschniegelt präsentieren. 

Einer der frühesten bekannten Belege findet sich 1983 in der Fernsehserie „Monaco Franze - Der ewige Stenz“ von Helmut Dietl und Patrick Süskind. Dort wird eine Frau so beschrieben: „Sie ist richtig aufgebrezelt, geschminkt, trägt ein knallrotes, mit Pailletten besticktes Glitzerkleid, ein Handtaschl aus dem gleichen Stoff und eine schwarze Lackmütze.“ 

Seither gehört „aufbrezeln“ weit über Bayern hinaus zum deutschen Sprachgebrauch und wird für Frauen wie Männer gleichermaßen verwendet.