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12. September 1683
Mit „Maria hilf!“ in die Schlacht gegen die Türken

Wien * Ein knapp 67.000 Mann starkes Christenheer zieht in den entscheidenden Kampf gegen die Osmanen und befreien Wien von den als Reichsfeinden bezeichneten Türken. Dann tobt vor den Toren der belagerten und inzwischen höchst bedrohten Stadt Wien die Schlacht zwischen den Osmanen und den mit Habsburg Verbündeten Baiern, Polen und Sachsen. Die christlichen Befehlshaber haben am Vortag ihre Untergebenen eingeschworen, „mit gesamter Hand und Macht auf die gottesunwürdigen Bösewichter loszugehen“. Der Kapuzinerpater Marco d’Aviano fordert im Anschluss die christlichen Soldaten auf, mit dem Ruf „Maria hilf!“ in die Schlacht zu ziehen.

Der Oberbefehl des etwa 67.000 Mann starken Entsatzheeres liegt in den Händen des Polenkönigs Johann III. Sobieski. Den Angriff leitet Herzog Cal von Lothringen. Baierns 21-jähriger Kurfürst Max Emanuel befehligt das Zentrum, dem zusammen mit dem linken Flügel unter Herzog Carl von Lothringen der entscheidende Durchbruch gelingt. Das Entsatzheer kann die Türken vernichtend schlagen. Die geschlagenen Osmanen müssen fliehen. Kurfürst Max Emanuel hat sich seine ersten militärischen Sporen verdient und kann sich vor den Augen Europas als Kriegsheld präsentieren.

Die Sieger dringen in das riesige Zeltlager der Osmanen ein und bemächtigen sich der gewaltig großen Beute. Darunter befinden sich unter anderem auch viele Säcke gefüllt mit Kaffee, die die heutige Wiener Kaffeehaus-Tradition begründen. Doch vor lauter Plündern vergessen die Befreier die Fliehenden zu verfolgen. Und während die christlichen Fürsten ihren Sieg feiern, bleibt den Tür­ken noch genügend Zeit über 83.000 Menschen in die Sklaverei zu verschleppen. Es sind 8.000 Männer, 25.000 Frauen und 50.000 Kinder aus Niederösterreich und der Steiermark. 

25. Februar 1848
Frankreichs Zweite Republik ausgerufen

Paris * In Paris wird eine provisorische französische Regierung eingesetzt und die Zweite Republik ausgerufen. Diese Revolutionsregierung besteht aus einem elfköpfigen Ministerrat, in dem Vertreter der Linken, der Liberalen und Demokraten sowie der konservativen Rechten vertreten sind. Die gemäßigt reformorientierte Regierung beschließt einige wichtige Entscheidungen, darunter

  • die Abschaffung der Sklaverei in den Kolonien,
  • die Abschaffung der Todesstrafe für politische Delikte,
  • die Einführung der Pressefreiheit und
  • des allgemeinen Wahlrechts sowie
  • die Anerkennung des Rechts auf Arbeit. 
23. September 2013
Die ILO berichtet über weltweit 168 Millionen Kinder in Kinderarbeit 

Welt - Genf * Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, veröffentlicht neue Schätzungen zur Kinderarbeit. Die Zahlen beziehen sich auf 2012: 

  • 168 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren leisten Kinderarbeit. 
  • Davon verrichten 85 Millionen gefährliche Arbeit, die ihre Gesundheit, Sicherheit oder Entwicklung bedroht. 
  • Rund 73 Millionen sind zwischen fünf und elf Jahren alt. 
  • Mit 98 Millionen betroffenen Kindern entfällt der größte Anteil auf die Landwirtschaft. 
  • Seit 2000 sinkt die geschätzte Zahl der Kinder in Kinderarbeit von 246 auf 168 Millionen.  

Als Kinderarbeit gelten Tätigkeiten, für die Kinder zu jung sind oder die ihre körperliche und geistige Entwicklung beeinträchtigen beziehungsweise ihren Schulbesuch behindern. Dazu können überlange Arbeitszeiten, schwere körperliche Belastungen und gefährliche Arbeitsbedingungen gehören. Nicht jede altersgerechte Mithilfe ist Kinderarbeit. Zu ihren schlimmsten Formen zählen unter anderem Sklaverei, Schuldknechtschaft, Zwangsarbeit und sexuelle Ausbeutung.