In Brest-Litowsk beginnen Friedensverhandlungen
Brest-Litowsk * In Brest-Litowsk beginnen die Friedensverhandlungen zwischen dem Deutschen Reich und der sowjetrussischen Regierung.
Brest-Litowsk * In Brest-Litowsk beginnen die Friedensverhandlungen zwischen dem Deutschen Reich und der sowjetrussischen Regierung.
Flensburg-Mürwik * Reichspräsident Karl Dönitz und viele Militärs wollen gegenüber den Westalliierten - also den USA und Großbritannien - eine Teilkapitulation erreichen, während der Kampf gegen die Sowjetunion weitergeführt werden soll. Dahinter stehen mehrere Motive:
Reims * Reichspräsident Karl Dönitz entsendet Generaloberst Alfred Jodl zum Hauptquartier der Alliierten nach Reims in Frankreich zu General Dwight D. Eisenhower.
Jodl versucht zunächst Zeit zu gewinnen und erneut eine Teilkapitulation auszuhandeln. Die Westalliierten haben sich jedoch schon zuvor auf die Forderung nach einer bedingungslosen Gesamtkapitulation geeinigt. Diese ist auf der Konferenz von Casablanca im Jahr 1943 beschlossen worden. Niemand will einen Separatfrieden, der das Bündnis mit der Sowjetunion gefährden würde. Eisenhower machte deshalb klar:
Unter diesem Druck stimmt Generaloberst Alfred Jodl einer bedingungslosen Kapitulation zu.
Berlin-Karlshorst * Der sowjetische Diktator Josef Stalin ist mit der Zeremonie in Reims unzufrieden und besteht auf einer offiziellen Ratifizierung unter Beteiligung seines Landes, das die Hauptlast des Krieges getragen hatte. Deshalb wird die Kapitulation in Berlin-Karlshorst, in der sowjetischen Besatzungszone nochmals feierlich bestätigt. Anwesend sind Vertreter der USA, Großbritanniens, Frankreichs und der Sowjetunion sowie die Wehrmachtführung.
Wegen dieser Symbolik gilt in der UdSSR wie nun in Russland der 9. Mai als eigentlicher Tag des Sieges und wird meist mit einer großen Militärparade in Moskau begangen.
Weltraumbahnhof Baikonur * Die Sowjetunion schießt vom Weltraumbahnhof Baikonur aus den kugelförmigen Satelliten Sputnik 1 in den Weltraum. Der russische Start des ersten künstlichen Erdsatelliten löst in der westlichen Welt einen Schock aus und führt zur Gründung der NASA und zu verstärkten Anstrengungen im Bildungsbereich.
In Westdeutschland setzt der sogenannte „Sputnikschock“ ein. Das wirkt sich auch auf die Münchner Volkshochschule aus.
Das Bildungsangebot wird in allen Programmbereichen – ausgehend von Teilnehmerbedürfnissen – schrittweise über die nächsten Jahrzehnte ausgeweitet und verbessert. Neben der Expansion von kultureller, politischer, sprachlicher, gesundheitlicher und beruflicher Bildung werden in den folgenden Jahrzehnten auch spezielle Zielgruppenangebote entwickelt: für Senioren, Jugendliche sowie Menschen mit Migrationshintergrund.
München * Durch die Zuwanderung von Juden aus der ehemaligen Sowjetunion erhöht sich die Zahl der Gemeindemitglieder auf 9.000. Die Münchner Gemeinde gilt als „sehr orthodoxe, wenn nicht die orthodoxeste Gemeinde in Deutschland“.