Kaiser Ferdinand III. und die Kaiserin besuchen München
München * Kaiser Ferdinand III. und die Kaiserin besuchen München, „wo er wahrhaft kaiserlich bewirtet wurde“. Pechpfannen beleuchten nachts die Straßen (sicherlich nur wenige ausgesuchte).
München * Kaiser Ferdinand III. und die Kaiserin besuchen München, „wo er wahrhaft kaiserlich bewirtet wurde“. Pechpfannen beleuchten nachts die Straßen (sicherlich nur wenige ausgesuchte).
Schwabing * Die noch selbstständige Stadt feiert die Übergabe ihrer elektrischen Zentrale. Elektrische Straßenlampen beleuchten Schwabing damit früher als die benachbarte Residenzstadt München.
Magistratsrat Ludwig Petuel gehört zu den wichtigsten Förderern des Vorhabens. Die Firma Einstein errichtet die elektrischen Anlagen. Während München durch den langfristigen Vertrag mit einer privaten Gasbeleuchtungsgesellschaft gebunden ist, setzt Schwabing auf die neue Technik.
Ein festlicher Korso mit 150 Wagen führt durch die beleuchteten Straßen zur Salvatorbrauerei Petuel.
München-Haidhausen * Die Stromerzeugungsanlage im ehemaligen Muffatwerk auf der Kalkofeninsel liefert erstmals Strom für die Straßenbeleuchtung. 278 Bogenlampen erhellen nun die Stadt.
München * Die Münchner Sozialdemokraten fordern, die Versorgungs- und Verkehrsbetriebe in städtisches Eigentum zu überführen. Dazu zählen auch die Trambahn und die Straßenbeleuchtung. Diese Einrichtungen sollen dem Gemeinwohl dienen und der „Privatausbeutung“ entzogen werden.
Die Sozialdemokraten wenden sich damit gegen private Monopole. In der Straßenbahn sehen sie ein Verkehrsmittel, das auch für die arbeitende Bevölkerung erschwinglich sein soll. Ihre Forderung nach einem städtischen Betrieb gewinnt mit dem Ausbau und der Elektrifizierung des Trambahnnetzes besondere Bedeutung.
München * Aufgrund der Kohlennot wird die Gasverbrauchsmenge gekürzt. Die Straßenbeleuchtung wird statt wie bisher um 0:30 Uhr um 21 Uhr abgeschaltet.