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November 1872
Arnold Zenetti untersucht Vorbilder für die Münchner Pferdetrambahn 

Dresden - Hamburg - Wien * Der Magistrat beauftragt Stadtbaurat Arnold Zenetti, die Pferdestraßenbahnen anderer Städte zu besichtigen und ihre Eignung als Vorbild für München zu prüfen. Er schickt ihn dazu nach Dresden, Elberfeld, Hamburg, Berlin und Wien. Die Erfahrungen dieser Studienreisen fließen in Zenettis Empfehlungen für das geplante Münchner Straßenbahnnetz ein. 

Zenetti befürwortet den Bau einer Pferdetrambahn und empfiehlt zweigleisige Strecken. Sie ermöglichen einen flüssigeren Betrieb, weil entgegenkommende Wagen keine Ausweichstellen abwarten müssen. 

1883
Ernst Philipp Fleischer studiert in München

München * Ernst Philipp Fleischer erhält seine künstlerische Ausbildung zunächst in Dresden bei Julius Schnorr von Carolsfeld, ab 1883 in München bei Wilhelm Diez und Karl von Piloty, dem damaligen Direktor der Münchner Akademie, sowie in Berlin bei Karl Gussow. 

Wie viele seiner Zeitgenossen unternimmt auch er ausgedehnte Studienreisen ins Ausland. In Venedig hielt er sich längere Zeit auf.

Um April 1904
Eine Studienreise für den Betrieb eines Ratskellers

München * Eine Kommission des Stadtmagistrats geht auf Studienreise nach Stuttgart, Deidesheim, Mainz, Wiesbaden, Koblenz, Köln, Bremen, Hamburg, Berlin, Leipzig, Dresden, Wien, Großinzersdorf und Salzburg begeben, „um Einrichtung und den Betrieb der Ratskeller einer Anzahl größerer Städte kennen zu lernen“.

Ergebnis dieser Studienreise war der Beschluss der Gemeindekollegien, dass im Ratskeller nur noch „Pfalzweine, Rheinweine, Mosel- und Saarweine, Frankenweine, badische Weine, österreichische und ungarische Weine sowie Bordeaux-, Burgunder- und Schaumweine“ angeboten und verkauft werden durften, welche von einer vom Magistrat eingesetzten Kommission „nach vorgenommener Kostprobe angekauft und in der städtischen Weinkellerei eingelagert und behandelt worden sind“.

Für die Auswahl der „ruhigen“ Weine war „vor allem maßgebend, dass die Weine naturecht, das heißt aus dem vergorenen Saft der Weintraube sind und keinerlei Zusatz an Zucker oder Zuckerwasser enthalten“.