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März 1713
Max Emanuel lebt in Suresnes 

Suresnes * Max Emanuel mietet ein Haus in Suresnes bei Paris, wo er von März bis Juni 1713 lebt. Trotz seiner angespannten Finanzen veranstaltet der im Exil lebende Kurfürst dort Feste für Gäste aus dem Ort und der Pariser Gesellschaft. Den Höhepunkt bildet ein großer Ball am 21. Mai, für den er eine Theateraufführung in Auftrag gibt. Ende Juni bereitet er seine Abreise aus Suresnes vor. 

5. Mai 1718
Schloss Suresnes wird zum Adelssitz erhoben 

Schwabing * Kurfürst Max Emanuel erhebt das Schwabinger Schlösschen seines Geheimen Rats und Kabinettsekretärs Ignaz von Wilhelm unter dem Namen Sourenne zum Adelssitz und verleiht ihm die Niedergerichtsbarkeit. Das Schloss mit seinem Garten an der Werneckstraße ist bis heute erhalten und heißt heute Suresnes. 

19. Februar 1727
Kölns Kurfürst Clemens August erhält Schloss Suresnes zur Nutzung

Schwabing * Mit einem Vertrag überlässt der Geheime Rat und Kabinettssekretär Franz Xaver Ignaz von Wilhelm sein in Schwabing gelegenes Schloss Suresnes dem Kölner Kurfürsten Clemens August zur Nutzung. Dafür erhält Wilhelm das Nutzungsrecht am Schloss Ammerland am Starnberger See „mit der Jagd, der Fischerei und der Gärtnerei“. Die Eigentumsrechte und Unterhaltspflichten an beiden Schlössern bleiben durch diesen Vertrag unangetastet. 

Über die Hintergründe des Nutzungstausches gibt es keine Unterlagen. Die Vermutung ist naheliegend, dass der Kölner Fürstbischof eine verschwiegenes Absteigequartier nahe Münchens für seine amourösen Vergnügungen sucht. Der prachtliebende und den Freuden des Lebens sehr zugetane Fürst, der aufgrund seiner fünf Bistümer auch „Monsieur de Cinq-Eglises“ genannt wird, ist bis zum Todesjahr des Geheimen Rats Franz Xaver Ignaz von Wilhelm, 1741, Hausherr auf Schloss Suresnes.