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Ab April 1954
Die Arbeiten am Sylvensteinspeicher beginnen

Sylvensteinspeicher * Die Arbeiten am Sylvensteinspeicher beginnen. Der schnelle Start hängt direkt mit dem schweren Hochwasserjahr von 1954 zusammen. Der Hochwasserschutz hat politische Priorität.

Die Arbeiten beginnen mit der Einrichtung der Baustelle im Tal bei Fall. Die Zufahrtsstraßen und Arbeiterunterkünfte müssen errichtet werden, dann beginnen die Erdarbeiten und die Vorbereitung der Fundamente. Die Isar muss für den späteren Dammbau umgeleitet werden. Ein Hochwasser führt dazu, dass der Damm um zwei Meter höher ausgeführt wird, als ursprünglich geplant. Die Arbeiten dauern bis 1958 an.

Ab 12. Juni 1959
Der Sylvensteinspeicher wird erstmals aufgestaut

Sylvensteinspeicher * Der Sylvensteinspeicher wird erstmals aufgestaut. Ergiebige Niederschläge füllen den Speicherseebis zum 16. Juni mit einem Spitzenzufluss von 626 Kubikmetern Wasser in der Sekunde. Das übertrifft das auf 600 Kubikmeter festgelegte sogenannte „Katastrophenereignis“ um 26 Kubikmeter.

Zum Glück hat man die Höhe des Damms um zwei Meter höher ausgeführt als ursprünglich geplant. Dadurch kann Bad Tölz und München vor größeren Schäden bewahrt werden.

22. Mai 1999
Das Pfingsthochwasser der Isar

München * Das sogenannte Pfingshochwasser wird durch starke Regenfälle vom 20. bis 22. Mai 1999 im Alpenraum ausgelöst. Der Hochwasserscheitel ist am 23. Mai mit 830 Kubikmeter in der Sekunde erreicht. Die Auswirkungen in München sind 

  • die gewollte vollständige Überflutung der Isarauen. 
  • Die starke Strömung bringt viel Treibholz mit. 
  • Dank des Sylvensteinspeichers kommt es zu keiner großflächigen Stadtüberflutung. 
24. August 2005
Das Isarhochwasser erreicht in München seinen Scheitel

München * Nach heftigen Regenfällen im Alpenraum erreicht die Hochwasserwelle der Isar in München ihren Höchststand. Am Pegel München fließen rund 1.050 Kubikmeter Wasser pro Sekunde ab.  

Der Sylvensteinspeicher hält erhebliche Wassermengen zurück und schwächt die Hochwasserwelle entscheidend ab. Ohne seine Rückhaltewirkung wäre in München nach wasserwirtschaftlichen Berechnungen ein Spitzenabfluss von bis zu 1.800 Kubikmetern pro Sekunde zu erwarten – mit entsprechend größerer Überschwemmungsgefahr.