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11. Februar 1847
Auch Innenminister Karl August von Abel verweigert die Unterschrift

München * Innenminister Karl August von Abel soll das Indigenat [= Einbürgerung, Staatsangehörigkeit, Heimatrecht] für Lola Montez gegenzeichnen. Doch dieser versicherte sich der Solidarität seiner Justiz-, Finanz- und Kriegsminister-Kollegen und bittet in einem von ihm verfassten und gemeinsam unterzeichneten Memorandum um die „Entfernung der Unruhestifterin“ oder um Amtsenthebung.  

Der Inhalt des Memorandums, das Karl August von Abel in einem Akt mit der Aufschrift „Die unnennbare Weibsperson betr.“ aufbewahrt, wird in der Augsburger Allgemeinen Zeitung veröffentlicht. 

17. März 1848
Lola Montez verliert das bayerische „Indigenat“ und wird gesucht

München * Ludwig Fürst zu Öttingen-Wallersteins Posten geht an Gottlieb Freiherr von Thon-Dittmer, der mit seiner ersten Amtshandlung der Lola Montez das „Bayerische Indigenat“ entzieht. König Ludwig I. muss öffentlich verkünden, dass Lola Montez das bayerische „Indigenat“ nicht mehr besitzt, sie als „Unruhestifterin“ mit Haftbefehl gesucht und nach ihrer Festnahme in die nächstgelegene Festung gebracht wird. 

21. Februar 11919
Josef Hofmiller gibt Eisner eine Mitschuld an seiner Ermordung

München-Haidhausen * Der nationalkonservative Gymnasiallehrer und Literaturkritiker Josef Hofmiller, Mitherausgeber der „Süddeutschen Monatshefte“, deutet Kurt Eisners Ermordung als Folge von dessen eigener Politik. In seinem „Revolutionstagebuch“ erklärt er: „Eisner forderte durch sein ganzes Verhalten zu seiner gewaltsamen Entfernung heraus.“ 

Hofmiller behauptet, mit Eisner sei ebenso wenig zu regieren gewesen wie ohne ihn, da dieser einen kleinen, aber entschlossenen Anhang hinter sich habe. Dabei lässt er außer Betracht, dass Eisner an diesem Morgen auf dem Weg zum Landtag ist, um seinen Rücktritt zu erklären. 

Als vermeintlich „vollkommen harmlose“ Alternative zum Mord entwirft Hofmiller ein Szenario gewaltsamer Ausschaltung: Man hätte Eisner bei seiner Rückkehr aus der Schweiz entführen, in einer Jagdhütte festhalten, zum Amtsverzicht zwingen und anschließend ohne Papiere über die Grenze schaffen können. Eine solche Entführung und erzwungene Abschiebung verharmlost er als Möglichkeit, den „Unruhestifter“ ohne Blutvergießen zu beseitigen. 

Zugleich befürchtet Hofmiller, dass der Mord einen Bürgerkrieg auslöst. Er relativiert diese Sorge jedoch mit der Frage, ob die gewaltsame Auseinandersetzung nicht ohnehin bevorsteht: „Die Auseinandersetzung mit den Räten ist unvermeidlich. Es fragt sich jetzt nur, wer die Macht hat.“ 

Seine Aufzeichnung dokumentiert damit eine Haltung, die dem Opfer Verantwortung für die gegen es gerichtete Gewalt zuschreibt und dessen politische Ausschaltung grundsätzlich für berechtigt hält.