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7. November 1918
Der Verkehrsbeamtenverein stellt das Volkswohl in den Mittelpunkt

München * Angesichts der revolutionären Ereignisse fordert der Bayerische Verkehrsbeamtenverein seine Mitglieder auf, unabhängig vom politischen Umbruch weiterzuarbeiten. Handel und Verkehr sollen aufrechterhalten und die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Brennmaterial gesichert werden. 

Die Beamten sollen sich den staatlichen Veränderungen nicht entgegenstellen, sondern ihre Aufgaben im Interesse der Bevölkerung erfüllen. Die Erklärung schließt mit den Worten: „Der werdende Volksstaat braucht unbeeinflusste Diener und die wird er in der derzeitigen Beamtenschaft finden.“

7. November 1918
Verkehrsverbände bereiten eine Stellungnahme zum möglichen Umsturz vor

München * Vertreter des Bayerischen Verkehrsbeamtenvereins, des Bayerischen Eisenbahnerverbandes und des Verbandes des bayerischen Post- und Telegraphenpersonals entwerfen im Rahmen ihrer Interessengemeinschaft ein gemeinsames Flugblatt. Damit wollen sie ihre Haltung zu einem möglichen politischen Umsturz darlegen. 

8. November 1918
Bayerns Verkehrsverbände bilden einen gemeinsamen Ausschuss

München * Auf Initiative des Verkehrsbeamtenvereins bildet sich am Vormittag ein Ausschuss der Vereinigten Verbände des bayerischen Verkehrspersonals. Neben den bereits in einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossenen Organisationen beteiligen sich der Bayerische Lokführerverein und der Christliche Verkehrs- und Transportarbeiterverband. 

Mit dem Zusammenschluss wollen die Verbände ihre Interessen gegenüber den neuen politischen Machthabern gemeinsam vertreten. Ein geschlossenes Auftreten gilt ihnen als Voraussetzung, um nach dem revolutionären Umsturz Einfluss und Mitsprache zu sichern.