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27. November 1705
Die Aufständischen besetzen Vilshofen 

Vilshofen an der Donau * Die Aufständischen nehmen die strategisch bedeutende Donaustadt Vilshofen ein. Damit bringen sie einen wichtigen Flussübergang und Verkehrsknotenpunkt unter ihre Kontrolle. 

Der Erfolg stärkt die Volkserhebung im östlichen Niederbaiern und erleichtert die Verbindung zwischen den Aufstandsgebieten an Donau, Vils und Rott. Vilshofen bleibt jedoch umkämpft und fällt Ende Dezember wieder an die Kaiserlichen. 

16. Januar 1706
Löwenstein meldet die Niederschlagung des Aufstands

München - Wien * Der kaiserliche Landesadministrator Maximilian Carl von Löwenstein-Wertheim-Rochefort berichtet Kaiser Joseph I. über die Niederschlagung des baierischen Aufstands. Bei Sendling und Aidenbach, bei der Rückeroberung von Kelheim und Vilshofen sowie in weiteren Kämpfen seien nach seiner Darstellung „gegen 10.000 Mann massakriert worden“. Die Aufständischen hätten nun kein kampffähiges Heer mehr. 

Die Zahl von 10.000 ist Löwensteins Angabe, keine gesicherte Zahl der Getöteten. Das Wort „massakriert“ stammt aus seinem Bericht und macht deutlich, wie er selbst die Gewalt beschreibt.

5. März 1919
Der erste politische Aschermittwoch

Vilshofen * Der Bayerische Bauernbund - BBB lädt Mittags zu einer Volksversammlung, dem ersten Politischen Aschermittwoch, ein, nachdem am Vormittag eine Vertrauensmännerversammlung abgehalten worden war.

Der Bayerische Bauernbund ist im Bayerischen Landtag mit Abgeordneten vertreten. In der anstehenden Auseinandersetzung zwischen dem Parlament und dem Zentralrat der Republik Bayern hat sich der BBB für die Verwirklichung eines Rätesystems ausgesprochen. Als Redner treten auf:

  • Der Landtagsabgeordnete Joseph Klarhauser und
  • der Delegierte des Arbeiter- und Bauernrats Leitner.