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August 1700
Grundsteinlegung für die Wallfahrtskirche Maria Hilf 

Freystadt * In Gegenwart des Landesherrn Ferdinand Lorenz Franz Xaver Graf von Tilly wird der Grundstein für die neue Wallfahrtskirche Maria Hilf gelegt. Der italienischstämmige kurbaierische Hofbaumeister Giovanni Antonio Viscardi entwirft einen monumentalen barocken Zentralbau mit großer Kuppel und vier Ecktürmen. 

Der Neubau ersetzt eine kleinere Wallfahrtskirche, die dem wachsenden Zustrom der Pilger nicht mehr genügt und wegen ihres feuchten Baugrunds bereits Schäden aufweist. An der späteren Ausstattung wirken unter anderem Hans Georg Asam, seine Söhne Cosmas Damian und Egid Quirin sowie der Stuckateur Pietro Francesco Appiani mit. Die feierliche Weihe der Kirche erfolgt 1710.

Spätestens im Januar 1708
Viscardi erhält den Titel eines kaiserlichen Hofbaumeisters 

München - Freystadt * Giovanni Antonio Viscardi führt spätestens seit Januar den Titel „kayserlicher Hofpaumeister“. Bereits 1706 hat ihn die Kaiserliche Administration zum baierischen Oberhofbaumeister ernannt. Der neue Titel bedeutet eine außergewöhnliche Anerkennung für den Architekten, zu dessen bedeutendsten Werken die noch im Bau befindliche Wallfahrtskirche Maria Hilf bei Freystadt gehört.

3. September 1710
Die Wallfahrtskirche Maria Hilf wird geweiht

Freystadt * Der Eichstätter Weihbischof Johann Adam Nieberlein weiht die nach Plänen Giovanni Antonio Viscardis errichtete Wallfahrtskirche Maria Hilf. Zahlreiche Gläubige nehmen an der Feier teil. Der Bau beginnt 1700, kommt während des Spanischen Erbfolgekriegs zeitweise zum Stillstand und wird ab 1708 weitergeführt. Mit seinem überkuppelten Zentralraum zählt er zu den bedeutenden Kirchenbauten des baierischen Hochbarocks und beeinflusst die

Weiterentwicklung der Sakralbaukunst im 18. Jahrhundert nachhaltig. 

1. August 1978
Der Nationalpark Berchtesgaden wird gegründet

München - Berchtesgaden * Der Nationalpark Berchtesgaden wird gegründet. Das 210 Quadratkilometer große Schutzgebiet im äußersten Südostzipfel Bayerns ist der einzige Alpen-Nationalpark Deutschlands. 

Hier befindet sich mit dem 2.713 Metern hohe Watzmann auch der zweithöchste Berg Deutschlands. Der Königssee mit der berühmten Wallfahrtskirche Sankt Batholomä liegt tiefeingeschnitten zwischen Felsen und urwüchsigen Wäldern. 

3. September 2014
Die Wiesnwirte stiften eine Mordstrumm-Kerze

Planegg * Die Wiesnwirte der großen Festzelte treffen sich - wie jedes Jahr - in der Planegger Wallfahrtskirche Maria Eich, um dort eine mehrere Kilo schwere Kerze zu stiften. Diese Tradition hat der ehemalige Sprecher der Wiesnwirte und Festwirt der Bräu-Rosl, Willy Heide, nach dem Oktoberfest-Attentat im Jahr 1980 ins Leben gerufen. Sie soll für eine friedliche Wiesn stehen. Georg Heide, der Sohn des 2011 verstorbenen Willy, setzt die Tradition gemeinsam mit seiner Frau Renate und Tochter Daniela fort.

Bei den Münchnern hält sich aber eisern das Gerücht, dass das Mordstrumm von einer Kerze für eine sich pünktlich zum Wiesn-Beginn einstellende Schönwetterfront gestiftet wird. Denn schönes Wetter bedeutet für die Wiesnwirte auch gute Umsätze und damit Gewinn. Denn wie singen die Festwirte in Maria Eich: „Maria hilf uns allen aus unsrer tiefen Not“.