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Löwen und Rauten im gevierten Wappenschild 

Baiern-München * Mit dem Regierungsantritt Herzog Albrechts III. werden Löwen und Rauten in einem viergeteilten Schild zusammengeführt. Eine senkrechte und eine waagrechte Linie teilen den Schild in vier Felder. Gleiche Wappenbilder stehen sich jeweils diagonal gegenüber. In der Heraldik heißt diese Anordnung „Vierung“. 

Bei den pfälzischen Wittelsbachern nimmt häufig der Löwe das erste und vierte Feld ein. Die Herzöge der baierischen Linien bevorzugen an diesen Stellen die weiß-blauen Rauten; die Löwen erscheinen entsprechend im zweiten und dritten Feld.

Suchbegriffe: Wappen, Rauten, Löwe, Vierung
30. Dezember 1777
Kurfürst Carl Theodor vereint Pfalz und Baiern 

München - Mannheim * Mit dem Tod Kurfürst Max III. Josephs erlischt die baierische Linie der Wittelsbacher. Sein Erbe tritt Kurfürst Carl Theodor aus der pfälzischen Linie an. Unter seiner Herrschaft entsteht Kurpfalz-Baiern. 

Der Wappenschild des Kurfürsten umfasst nun acht Felder. Ihre Wappenbilder stehen für die verschiedenen Besitzungen und Herrschaftsansprüche, die Carl Theodor unter seiner Herrschaft vereint. 

Nach dem 20. Februar 1799
Ein Wappen mit bis zu 16 Feldern 

Kurpfalz-Baiern * Unter Kurfürst Max IV. Joseph, dem späteren König Max I. Joseph, erreicht das kurbaierische Wappen eine besonders aufwendige Gestalt: Der Hauptschild umfasst zeitweise bis zu 16 Felder. Hinzu kommt ein aufgelegter Mittelschild, der selbst in vier Felder geteilt ist und einen kleinen Herzschild trägt. 

Die zahlreichen Wappenbilder stehen für die vereinten Territorien und Herrschaftsansprüche des ebenfalls aus der pfälzischen Linie der Wittelsbacher stammenden Regenten.