Menü
Home Veranstaltungen Fakten Suchbegriffe Personen Jahrestage Karte Zeitensprünge Podcast

Fakten

Fakten Karte Suchbegriffe Personen Jahrestage
2000
-3000 Chronik 2026
Gefundene Einträge: 7
Suchergebnisse als PDF
Februar 1900
Akku-Lokomotiven ziehen die Trambahn durch die Innenstadt 

München * Sechs Akku-Lokomotiven nehmen den Schleppbetrieb auf dem oberleitungsfreien Abschnitt vom Schillerdenkmal über den Odeonsplatz bis zur Ludwigstraße an der Galeriestraße auf. Weil der königliche Hof hier keine Fahrdrähte duldet, ziehen die batteriebetriebenen Loks die elektrischen Trambahnzüge über die Strecke. An beiden Endpunkten werden sie an- und abgekuppelt; während der Wartezeiten laden sie ihre Akkus über die Oberleitung. Der aufwändige Betrieb bleibt bis März 1906 bestehen. 

2. Oktober 1911
Preußen verkürzt die Schulstunde auf 45 Minuten 

Berlin - Preußen * Am 2. Oktober 1911 tritt an den höheren Lehranstalten Preußens, insbesondere den Gymnasien, die 45-Minuten-Schulstunde in Kraft. Grundlage ist ein Erlass des Kultusministers August von Trott zu Solz vom 22. August 1911. Zuvor dauert eine Unterrichtsstunde üblicherweise 60 Minuten. 

Die Reform soll den Unterricht auf den Vormittag konzentrieren. Bis dahin besuchen viele Schüler die Schule vormittags und nachmittags, getrennt durch eine mehrstündige Mittagspause. Das bedeutet zusätzliche Schulwege oder lange Wartezeiten. Zugleich klagen Lehrer über müde, wenig aufnahmefähige Klassen am Nachmittag. Untersuchungen der damaligen experimentellen Psychologie stützen die Forderung nach kürzeren Unterrichtseinheiten. 

Mit den sogenannten Kurzstunden lassen sich die vorgesehenen Fächer am Vormittag unterbringen. Doch die Neuerung ist umstritten: Lehrer befürchten mehr Hast und weniger Zeit für Gespräche und Vertiefung. Auch kürzere Pausen sorgen für Kritik. Trotzdem setzt sich der 45-Minuten-Takt im deutschen Schulwesen durch – eine organisatorische Entscheidung mit langfristigen Folgen für den Schulalltag. 

1. August 1914
Verdun statt Wyoming

München * Die Gründer des „Loos-Verein Wild West“ beschäftigen sich mit der Geschichte der Ureinwohner und Siedler Amerikas, um die Wartezeit zu überbrücken, bis das Glück den erhofften Geldsegen bringen würde. Doch dann beginnt der Erste Weltkrieg und das bedeutet für die drei wehrdiensttauglichen jungen Männer die Einberufung zum Militär und den Marschbefehl in Richtung Frankreich. Nun hieß es Verdun statt Wyoming! 

Ab 3. April 2003
Eine Kunstaktion im Luftschutzbunker

München-Untergiesing * Bevor die Umbaumaßnahmen für das Projekt „Wohnen im Turm“ beginnen, muss erst eine mehrmonatige Wartezeit überbrückt werden. Das geschieht mit einer „Kunstaktion“ unter dem Titel „120 Tage Kunst im Bunker“. 

Die Eigentümer verfolgen mit dieser Aktion das Ziel, einerseits das Image des „Betonkastens aus Kriegszeiten“ zu verbessern, andererseits wollen sie „durch die Kunst versuchen, das bedrückende des Bunkers aufzubrechen und ihn bis zur tatsächlichen Bautätigkeit mit Leben zu füllen“. 

Die Kunstaktion dauert bis zum 26. Juli. Dabei herrscht eine breite Übereinstimmung. Doch mit dem anschließenden Genehmigungsverfahren der Umbauplanung scheiden sich wieder die Geister. Während sich Rathauspolitiker von der „Bunker-Kreativität“ begeistert zeigen, melden Architektur- und Denkmalschutzexperten ihre Bedenken an.

Und obwohl das Gebäude gar nicht unter Denkmalschutz steht, meinen sie, dass „so ein Bunker fast das Einzige [sei], das uns heute noch an den Krieg erinnert“. So ein „Wehrbau“ habe deshalb eine ebenso hohe Aussagekraft wie eine Stadtmauer oder eine Burg.

2013
Falschparker blockieren die Trambahn 177-mal 

München * In 177 Fällen verhindern falsch geparkte Fahrzeuge die Weiterfahrt der Straßenbahn. Weil die Tram an ihre Gleise gebunden ist, muss sie warten, bis das Hindernis beseitigt ist. 

Für die Fahrgäste bedeutet das längere Fahr- und Wartezeiten. Anschlüsse können verloren gehen, Termine werden verpasst. Auf stark befahrenen Strecken stauen sich nachfolgende Trambahnen; die Verspätungen wirken dadurch über den unmittelbar betroffenen Wagen hinaus. Nach der Freigabe kommen mehrere Bahnen kurz hintereinander, während zuvor längere Lücken im Fahrplan entstehen. 

Muss ein Fahrzeug abgeschleppt werden, können zusätzlich Behinderungen für den übrigen Straßenverkehr auftreten. 

2015
Falschparker blockieren die Trambahn in 160 Fällen 

München * In 160 Fällen verhindern falsch geparkte Fahrzeuge die Weiterfahrt der Straßenbahn. Gegenüber den 197 Fällen des Vorjahres geht die Zahl der Blockaden zurück. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) führt dies auf die milde Witterung zurück: „Bei Schneefall wären es erfahrungsgemäß noch einige mehr gewesen.“ 

Hinter einer blockierten Tram stauen sich häufig weitere Bahnen. Dadurch sind oft Hunderte Fahrgäste von längeren Fahrzeiten, Wartezeiten und verpassten Anschlüssen betroffen. Um die Strecke schneller freizugeben und die Verspätungen zu begrenzen, wird das Abschleppen der störenden Fahrzeuge beschleunigt.