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11. August 1904
Es kommt zur Entscheidungsschlacht am Waterberg

Deutsch-Südwestafrika - Waterberg * Es kommt zur Entscheidungsschlacht am Waterberg. Diese tobt inmitten der notdürftig errichteten Dörfer, wohin die Herero bereits unter Gouverneur Theodor Leutwein getriebenen worden waren.

Am Waterberg befindet sich das Volk der Herero - mit Frauen und Kindern sowie allen Habseligkeiten und dem gesamten Viehbestand - insgesamt zwischen 30.000 bis 40.000 Menschen. Nun, unter dem Kommando von Lothar von Trotha sind sie eingeschlossen. 

12. August 1904
25.000 bis 30.000 Herero gelingt die Flucht in die Wüste Omaheke

Deutsch-Südwestafrika - Waterberg * Gerade einen Tag können die Herero den technisch weit überlegenen deutschen Truppen Widerstand entgegen setzen. Den Herero gelingt an der schwächsten Stelle der Umzingelung der Durchbruch durch die deutschen Linien.

Etwa 25.000 bis 30.000 können in Richtung der Wüste Omaheke fliehen. Die Fliehenden versuchen zunächst die wasserlose Wüste zu umgehen. 

2. Oktober 1904
Lothar von Trotha erlässt den Vernichtungsbefehl 

Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia) * Generalleutnant Lothar von Trotha befiehlt, Herero innerhalb der Kolonie zu erschießen und auch Frauen und Kinder zurückzutreiben. Sein Befehl verschärft die Verfolgung der Menschen, die nach den Kämpfen am Waterberg in die Omaheke geflohen sind. Deutsche Truppen versperren ihnen den Zugang zu Wasserstellen; Tausende sterben. Die einleitenden Vorwürfe gegen die Herero sind Teil von Trothas Rechtfertigung seiner Gewalt. 

Im Vernichtungsbefehl heißt es: „Die Herero sind nicht mehr deutsche Untertanen. Sie haben gemordet, gestohlen, haben verwundeten Soldaten Ohren und Nasen und andere Körperteile abgeschnitten, und wollen jetzt aus Feigheit nicht mehr kämpfen. […] Das Volk der Herero muss das Land verlassen. Wenn das Volk dies nicht tut, so werde ich es mit dem Groot-Rohr [= Geschütz] dazu zwingen.  Innerhalb der deutschen Grenzen wird jeder Herero mit und ohne Gewehr, mit oder ohne Vieh erschossen, ich nehme keine Weiber oder Kinder mehr auf, treibe sie zu ihrem Volk zurück, oder lasse auf sie schießen.“

Ab 3. Oktober 1904
Deutsche Truppen sperren die Fluchtwege aus der Omaheke 

Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia) * Nach den Kämpfen am Waterberg fliehen zahlreiche Herero in die trockene Omaheke. Die deutschen Kolonialtruppen unter General Lothar von Trotha besetzen Wasserstellen und versperren Fluchtwege. Wer die Wüste zu verlassen versucht, soll zurückgetrieben werden. Tausende Menschen sterben durch Verdursten, Hunger und Erschöpfung.