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Am Abend des 7. November 1620
Kaiserliche und ligistische Truppen stehen vor Prag 

Prag * Am Abend stehen die verbündeten Heere Kaiser Ferdinands II. und der Katholischen Liga westlich vor Prag. Herzog Maximilian I. von Baiern begleitet das Ligaheer unter General Tilly; die kaiserlichen Truppen befehligt Karl Bonaventura von Buquoy. Ihr Feldzug richtet sich gegen die aufständischen böhmischen Stände und deren gewählten König Friedrich V. von der Pfalz.  

Das böhmische Heer zieht sich auf den Weißen Berg zurück und bezieht dort eine Verteidigungsstellung. Damit stehen sich die Gegner unmittelbar vor der Schlacht gegenüber, die am folgenden Tag die Entscheidung im böhmischen Aufstand bringt. 

Am Morgen des 8. November 1620
Der Sieg am Weißen Berg wird zum Triumph des katholischen Glaubens erklärt 

Prag * Am Weißen Berg westlich von Prag besiegen die vereinigten Truppen Kaiser Ferdinands II. und der Katholischen Liga das böhmische Ständeheer unter Christian von Anhalt. Die kaiserlichen Verbände führt Karl von Bucquoy, die ligistischen Johann T’Serclaes von Tilly. Nach etwa zwei Stunden ist die Schlacht entschieden. Der Sieg sichert die habsburgische Herrschaft über Böhmen und bereitet dessen gewaltsamer Rekatholisierung den Weg.  

Eine besondere Rolle spielt der Karmelitenpater Dominicus a Jesu Maria. Mit einem beschädigten Andachtsbild vor der Brust und einem Kreuz in der Hand bestärkt er die katholischen Truppen. Die Beschädigung des Bildes wird protestantischen Bilderstürmern zugeschrieben. Bereits am Vorabend soll er im Kriegsrat göttlichen Beistand und die Unterstützung durch Engel angekündigt haben. Herzog Maximilian von Bayern bestimmt „Maria!“ zum Schlachtruf.  

Die katholische Siegespropaganda schreibt den militärischen Erfolg anschließend dem Eingreifen der Gottesmutter zu. Das Andachtsbild wird zum wundertätigen Siegesbild erhoben, die Niederlage der böhmischen Stände als göttliches Urteil gegen deren Glauben ausgelegt.