Kaiser Aurelianus Domitius verbietet den Weinanbau an Rhein und Mosel
Deutschland - Frankreich * Kaiser Aurelianus Domitius verbietet den Weinanbau an Rhein und Mosel, um damit eine lästige Konkurrenz auszuschalten.
Deutschland - Frankreich * Kaiser Aurelianus Domitius verbietet den Weinanbau an Rhein und Mosel, um damit eine lästige Konkurrenz auszuschalten.
Römisches Reich * Kaiser Probus fördert den Wiederaufbau der durch Kriege verwüsteten Provinzen. Einer spätantiken Überlieferung zufolge erlaubt er den Bewohnern Galliens, Spaniens und Britanniens ausdrücklich, Reben anzubauen und Wein herzustellen. Später gilt er deshalb auch an Rhein und Mosel als bedeutender Förderer des Weinbaus. Wie stark seine Maßnahmen den dortigen Anbau tatsächlich beeinflussen, ist historisch jedoch nicht eindeutig belegt.
Freising * Der Weinanbau in Freising ist urkundlich belegt. Bischof Arbeo nennt Altbayern ein „mit Wein wohlversehenes Land“. Bis in die Gegend des Tegernsees und Schliersees, am Staffelsee und Chiemsee, bei Adelholzen und Traunstein, bei Tölz und Lenggries wird Wein angebaut.
Das Kerngebiet des regionalen Landweins, des sogenannten „Baierweins“, liegt an den Hängen der Donau, bei Regensburg, Kehlheim und Donaustauf vor allem. Von der Donau aus schiebt sich der Weinbau in die Seitentäler der Wörnitz, der Altmühl, der Naab und des Regen hinein. Im schwäbischen Donauwörth, bei Straubing und Passau, an den Ufern von Isar und Inn, an Salzach und Rott wird Wein angebaut. Landshut und die untere Isar sind Zentren des Weinanbaus, deren besten Gewächse noch bis ins 17. Jahrhundert in die Hofkeller der Münchner Residenz wandern.
Mitteleuropa * Beginn der Zeit des mitteleuropäischen Klimaoptimums für den Weinanbau.
Paris * Die Templer besitzen ausgedehnte Ländereien in Frankreich, England, Schottland, Spanien, Portugal, Flandern, Italien, im Deutschen Reich, Ungarn und in der Levante.
Geschenkt wird ihnen vor allem für die Ablösung von Sünden sowie das Seelenheil des Spenders und seiner Angehörigen. Durch Tausch, Verkauf und Erwerb optimieren die Templer die Ertragslage ihrer Schenkungen zu wirtschaftlich lukrativen Gebilden. Da ihre Besitzungen hohe Renditen erwirtschaften, fließen dem Ritterorden daraus reichliches Einkommen zu. Viele ihrer landwirtschaftlichen Gründe haben sie verpachtet.
Nur wenn sich die Ertragslage der Böden wirklich rentiert, dann bearbeiten sie diese auch in Eigenbewirtschaftung. Dafür holen sie sich eigens qualifizierte Spezialisten. In Spanien und auf den Balearen beschäftigen die Tempelherren dafür sogar geschickte Muslime.
Mitteleuropa * Die vergleichsweise milden Klimabedingungen des Hochmittelalters gehen allmählich in eine kühlere, wechselhafte Phase über. Damit beginnt der regional unterschiedlich verlaufende Übergang zur sogenannten Kleinen Eiszeit.
Für den Weinbau verschlechtern sich langfristig besonders in klimatischen Randlagen die Bedingungen. Der Wandel erfolgt jedoch nicht überall gleichzeitig; günstige Anbaujahre bleiben weiterhin möglich.
Landshut * Etwa ab dem Jahr 1450 bis zum Jahr 1500 bezieht das niederbaierische Herzogshaus rund 90 Prozent seiner Einnahmen aus dem Weinbau. Die Staatseinnahmen vom Bier liegen bei zwei Prozent.
Mitteleuropa * Bis 1552 begünstigt eine Warmphase den Weinanbau in Mitteleuropa.
Mitteleuropa * Bis zum Jahr 1628 führt eine klimatische Kaltphase zu einer deutlichen Einschränkung des Weinanbaus in Mitteleuropa.
München-Kreuzviertel * Der Augsburger Patrizier Philipp Hainhofer berichtet vom Weinanbau in der Herzog-Max-Burg folgendes: „[...] haben Sie mir zur nachtmahlzeit zwo grosse Flaschen ihres [Münchner] gewächß geschickhet, als ein rotten, den Sie Rappes [Kräuterwein, Würzwein] nennen, und ein schiller [rosafarbener Wein], der so schön im glaß, als wannß ein Carfunkel were, und kein schönern Wein nie gesehen habe und ist nit nur schön, sondern auch guet darneben“.