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Nach dem 23. Mai 1583
Der erste deutsche Religionskrieg beginnt

Köln * Mit Unterstützung baierischer und spanischer Truppen wird in harten Kämpfen während des sogenannten Kurkölnischen oder Truchsessischen Krieges Gebhard von Waldburg-Trauchenburg aus dem Erzstift Köln und später aus dem Herzogtum Westfalen vertrieben. 

Es ist der erste deutsche Religionskrieg, an dem Deutschland, Frankreich, Spanien, die Niederlande und der Papst beteiligt sind. Der Krieg dauert bis zum Jahr 1588.

17. Februar 1612
Kölns Kurfürst und Erzbischof Ernst stirbt bei der Jagd

Arnsberg - Köln * Kölns Kurfürst und Erzbischof Ernst stirbt bei einem Jagdausflug im westfälischen Arnsberg in Westfalen. Er wird im Kölner Dom beigesetzt. Sein Nachfolger wird der jüngste Sohn von Herzog Wilhelm V., Herzog Ferdinand von Baiern, der Bischof von Lüttich.

Er erhält nun zusätzlich das Bistum Köln einschließlich der Kurfürstenwürde, dazu die Bistümer Hildesheim und Münster, ohne dass dagegen der Papst, der Kaiser oder die Fürsten einschreiten. Nur das Freisinger Domkapitel widersteht allen Einschüchterungsversuchen des Münchner Hofs. 

Ferdinand zeigt sich als kompromissloser Vorkämpfer einer kirchlichen Restauration auf der Grundlage des Trienter Konzils. Trotzdem weigert er sich lebenslang, die höheren Weihen zu empfangen und als konsekrierter Bischof seiner Ämter zu walten. Selbst die Jesuiten in seiner Umgebung, die als ständige Berater und Beichtväter die einflussreichsten Positionen einnehmen, können Ferdinand diese Entscheidung nicht abringen. 

13. September 1650
Der Kölner Kurfürst Ferdinand stirbt in Arnsberg

Arnsberg * Ferdinand, der Kölner Kurfürst und Bischof von Köln, Lüttich, Hildesheim, Münster und Paderborn, stirbt in Arnsberg/Westfalen. Sein Neffe, Maximilian Heinrich, übernimmt die Kurwürde sowie die Bistümer Köln, Lüttich und Hildesheim. Die Bistümer Münster und Paderborn gehen dem Hause Wittelsbach für einige Jahre verloren.

Wilhelm Freiherr von Höllinghofen, der gemeinsame Sohn des Fürstbischofs Ernst und seiner Mätresse Gertrud von Plettberg, übernimmt von ihm die Reichsabtei Stablo-Malmedy. 

9. Oktober 1955
Erste Lottoziehung „6 aus 49“ in Hamburg 

Hamburg * Am Sonntag, dem 9. Oktober 1955, werden um 16 Uhr im Hamburger Hotel Mau erstmals die Gewinnzahlen des neuen Zahlenlottos „6 aus 49“ gezogen. Rund 30 Zuschauer verfolgen die öffentliche Veranstaltung unter notarieller Aufsicht. Die zwölfjährige Elvira Hahn aus einem Hamburger Kinderheim zieht als erste „Lottofee“ ausgerechnet die vermeintliche Unglückszahl 13. Die vollständige Ziehungsreihenfolge lautet 13, 41, 3, 23, 12 und 16. Die Lose befinden sich in Plexiglaskugeln, die in einer hölzernen Trommel gemischt werden. 

Zum Start beteiligen sich Hamburg, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Entwickelt haben die Spielformel Lothar Lammers und Peter Weiand. Anders als bei Fußballwetten sind keine besonderen Kenntnisse erforderlich – sechs angekreuzte Zahlen genügen. Zahlenlotterien gibt es allerdings schon länger: In West-Berlin wird seit 1953 „5 aus 90“ gespielt. Das neue System reduziert die möglichen Kombinationen von rund 44 Millionen auf knapp 14 Millionen und verbessert damit die Chance auf einen vollständig richtigen Tipp. 

Bei der Premiere liegen mehr als 250.000 Tippscheine vor, doch niemand erzielt sechs Richtige.