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18. Dezember 1689
Ein Nachfolger für den Haidhauser Schulmeister

München * Der Nachfolger des Haidhauser Schulmeisters, Melchior Eizinger, muss zunächst die Witwe Pabenstuber heiraten, um die Lehrerstelle überhaupt erwerben zu können. Das Schulhaus befindet sich an der südlichen Preysingstraße, gegenüber der Einmündung der Wolfgangstraße.

1730
Simon und Maria Clara Troger lassen sich in Haidhausen nieder

Haidhausen * Der aus dem Pustertal stammende Bildschnitzer Simon Troger und seine Ehefrau Maria Clara lassen sich in Haidhausen nieder, wo sie das Haus Nr. 50 an der Wolfgangstraße neben der Wolfgangskapelle erwerben. Seine Arbeiten erregen die Aufmerksamkeit des Kurfürsten Max III. Joseph. Troger spezialisiert sich auf die Elfenbeinschnitzerei. 

1976
Ein Haidhauser Muster-Sanierungsblock wird ausgewählt

München-Haidhausen * Der kleine dreieckige Block zwischen Wolfgang-, Leonhard- und Preysingstraße wird als Muster-Sanierungsblock ausgewählt. Unter der Bezeichnung „Block 15“ soll hier - erstmals in einer mit den Bewohnern abgestimmten Aktion - Einigung über das weitere Vorgehen erzielt werden. Gewerbe soll verpflanzt und Mieter vorübergehend in andere Wohnungen umgesetzt werden, um sie anschließend in verbesserte Wohnräume zurückkehren zu lassen.  

Das Baureferat der Landeshauptstadt richtet dazu extra eine Bürgerberatungsstelle in der Milchstraße ein und führte für dieses Vorhaben genaue strukturelle und soziale Untersuchung durch. In dem Block wohnen über 150 Bewohner in siebzig Haushalten. Durch die Neubauten kann die Umsetzung der Mieter innerhalb desselben Blocks geschehen.  

Ein Gewerbebetrieb - eine kleine Kohlenhandlung - muss umziehen, womit Schmutz und Lärm aus dem Viertel verlagert werden kann, doch nun ist es andererseits den Haidhausern nicht mehr möglich, einen geringen Brennstoff-Bedarf durch Selbstabholung zu decken. Umweltfreundlichkeit wird groß geschrieben.  

  • Eine Kastanie wird mit einem finanziellen Aufwand in Höhe von 15.000 DMark gerettet,  
  • eine kleine Tiefgarage gebaut,  
  • die Höfe begrünt und  
  • die Leonhardstraße in eine kleine Fußgängerzone umgewandelt. 
1. Juni 1993
Über die Ausziehtechniken im Blauen Engel

München-Haidhausen * Die Münchner Abendzeitung schreibt über den soeben geschlossenen Blauen Engel in der Wolfgangstraße in Haidhausen folgende Zeilen:  

„Die Ausziehtechniken im Blauen Engel (Marlene Dietrich dreht sich im Grabe um) waren selten ausgereifter als im ‚bumsfidelen Mädchenpensionat‘. Dafür kostete der Eintritt auch nur fünf Mark. Für drei Mark bekam man von der Kathie ein müdes Bier serviert, bevor sie zur Miß Kate mutiert auf der Bühne ihre Version vom Alpensex zeigte. Tja, nun nicht mehr. Gott sei Dank, werden die einen denken, die in der Prolo-Fleischbeschau nichts Lustiges finden konnten. Schade, so die anderen, die angereiste Bekannte mit dem Dirndl-Sex schocken konnten. 

Das Gebäude an der Wolfgangstraße wird anschließend saniert und darin eine andere Gastwirtschaft eröffnet: das Wasserwerk.