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Um -1400
Bierbrauen im alten Ägypten 

Ägypten  * Bier gehört im alten Ägypten zu den wichtigsten Nahrungs- und Genussmitteln. Es wird täglich getrunken, als Lohn ausgegeben und bei Festen sowie religiösen Zeremonien verwendet. Mehrere Gottheiten stehen mit Bier und Rausch in Verbindung. Dazu zählt Hathor, die Göttin der Liebe, Freude und Musik, die auch als „Herrin der Trunkenheit“ verehrt wird. 

Die Ägypter brauen Bier vor allem aus Gerste und Emmer. Nach der Gärung füllen sie es in Tongefäße. Verschlossene und versiegelte Krüge ermöglichen die Lagerung und den Transport. Das ägyptische Bier unterscheidet sich deutlich von heutigen Sorten: Es enthält keinen Hopfen, ist häufig trüb und kann mit Früchten, Gewürzen oder anderen Pflanzenstoffen verfeinert werden. 

Eine Wandmalerei im Grab des hohen Beamten Qenamun in Scheich Abd el-Qurna bei Luxor zeigt verschiedene Arbeitsschritte der Lebensmittel- und Getränkeherstellung. Qenamun dient unter Pharao Amenophis II., weshalb das Grab und seine Darstellungen in das 15. Jahrhundert v. Chr., wahrscheinlich zwischen etwa 1425 und 1400 v. Chr., gehören. Solche Darstellungen und weitere archäologische Funde belegen die große wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung des Brauens im alten Ägypten.

14. Oktober 1307
Die französische Krone macht die Vorwürfe gegen die Templer öffentlich 

Paris * Einen Tag nach den Massenverhaftungen lässt König Philipp IV. die Anschuldigungen gegen den Templerorden öffentlich verbreiten. Sein Berater Guillaume de Nogaret erläutert die Vorwürfe vor einer Versammlung von Geistlichen und Theologen. Damit soll das königliche Vorgehen als notwendiger Schutz des christlichen Glaubens erscheinen. 

Den Ordensbrüdern werden Ketzerei, die Verleugnung Christi, die Schändung des Kreuzes und angeblich obszöne Aufnahmezeremonien vorgeworfen. Hinzu kommen Anschuldigungen wegen gleichgeschlechtlicher sexueller Handlungen, damals unter dem Begriff „Sodomie“ verfolgt, sowie wegen der Verehrung von Götzenbildern. 

Die öffentliche Darstellung behandelt die Beschuldigungen bereits als erwiesene Verbrechen. Die Verhöre beginnen in Paris jedoch erst am 19. Oktober unter Leitung des dominikanischen Inquisitors Guillaume de Paris, auch Guillaume Imbert genannt. Haft, Drohungen und Folter führen zu zahlreichen Geständnissen, mit denen die Anklage gestützt wird. Wegen ihrer Entstehungsbedingungen sind diese Aussagen keine verlässlichen Belege für die behaupteten Praktiken.

19. Oktober 1307
In Paris beginnen die Verhöre der gefangenen Templer

Paris * Sechs Tage nach der Verhaftungsaktion beginnen unter Leitung des dominikanischen Inquisitors Guillaume de Paris, auch Guillaume Imbert genannt, die Verhöre der in Paris festgehaltenen Templer. Im Mittelpunkt stehen die Anschuldigungen gegen den Orden, darunter Christusverleugnung, Kreuzschändung und angeblich obszöne Aufnahmezeremonien. 

Die Gefangenen stehen unter erheblichem Druck; auch Folter wird eingesetzt. Das erhaltene Protokoll dokumentiert die Aussagen von 138 Ordensbrüdern. 

1740
Der Mopsorden nimmt Männer und Frauen auf 

Deutschland * In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts entsteht der Mopsorden, eine geheime Gesellschaft, die sich in ihrem Aufbau und ihren Zeremonien an der Freimaurerei orientiert. Seine Anfänge bleiben unklar. Häufig gilt der Kölner Kurfürst und Erzbischof Clemens August von Baiern aus dem Haus Wittelsbach als Gründer. Diese Zuschreibung ist jedoch nicht gesichert. Auch das vielfach genannte Gründungsjahr 1740 lässt sich nicht als eindeutiger Beginn festhalten. 

Die Entstehung des Ordens wird häufig mit dem päpstlichen Freimaurerverbot vom 28. April 1738 in Verbindung gebracht. Der Mopsorden bietet demnach insbesondere katholischen Männern und Frauen eine Möglichkeit, sich in einer ähnlichen Gesellschaft zusammenzufinden. An die Stelle eines Eides tritt ein Ehrenwort zur Verschwiegenheit. 

Anders als die damaligen Freimaurerlogen nimmt die Mopsgesellschaft auch Frauen auf. Ihnen stehen die verschiedenen Ordensgrade und Leitungsämter offen. Männliche und weibliche Vorsteher tragen die Bezeichnung „Großmops“. Geselligkeit, Freundschaft und gegenseitige Unterstützung verbinden sich mit einem spielerischen Zeremoniell. 

Als Sinnbild wählt die Gesellschaft den damals beliebten Mops. Er steht für Treue, Anhänglichkeit und Beständigkeit. Mopsfiguren und entsprechende Schmuckstücke dienen als Erkennungszeichen und verweisen auf die Zugehörigkeit zum Orden. 

Der Zirkel in der Mopsloge soll Folgendes lehren: „Gleich, wie alle Durchschnitte des Kreises durch seinen Mittelpunkt gehen, müssen alle Handlungen eines Mopses aus einer Quelle gehen, nämlich der Liebe.“ 

1745
Eine Enthüllungsschrift beschreibt die Geheimnisse des Mopsordens 

Amsterdam * Die französischsprachige Schrift „L’Ordre des Francs-Maçons trahi, et le Secret des Mopses révélé“ erscheint. Noch im selben Jahr kommen deutsche Übersetzungen heraus, darunter „Der verrathene Orden der Freymäurer, und das offenbarte Geheimniß der Mopsgesellschaft“. 

Das Buch schildert die Aufnahmezeremonien des Mopsordens: Bewerber kratzen an der Tür, statt anzuklopfen, und werden mit verbundenen Augen durch die Versammlung geführt. Die Anwesenden begleiten das Geschehen mit Bellen und Lärm. Zu den beschriebenen Aufnahmehandlungen gehört auch ein Kuss auf das Hinterteil eines Porzellanmopses. Die Darstellung macht die geheime Gesellschaft einem breiteren Publikum bekannt, gibt aber zugleich die Sicht einer zeitgenössischen Enthüllungsschrift wieder. 

Suchbegriffe: Mops, Mopsorden
18. Oktober 1921
Ex-König Ludwig III. stirbt in seinem ungarischen Exil Sárvár

Sárvár * Der abgesetzte König Ludwig III. stirbt in seinem ungarischen Exil Sárvár an den Folgen einer Lungenentzündung. Der Tod und die Rückkehr der sterblichen Hülle des alten Königs wird von ultrakonservativen Kreisen zur politischen Demonstration hochstilisiert. Da für die Bayerische Staatsregierung ein Staatsbegräbnis nicht in Frage kommt, stellt sich Gustav von Kahr als Privatperson für die Organisation der Feierlichkeiten zur Verfügung. 

Kahr verfolgt zielgerichtet sein Anliegen, bei den Trauerzeremonien die „Kraft des monarchischen Gedankens“ herauszustellen. Die geplanten Beisetzungsfeierlichkeiten für den abgesetzten König sollen eine Antwort auf den Trauerzug für den Revolutionär Kurt Eisner werden, der sich am 26. Februar 1919 mit nahezu 100.000 Menschen durch die Straßen Münchens bewegt hatte. Es sollte eine „Trauerfeier werden, wie sie München und Deutschland noch nie gesehen haben, ein Akt treuer Huldigung, aber auch Abbitte für das dem König angetane große Unrecht“. 

11. Oktober 1933
Adolf Hitler legt den Grundstein für das Haus der Deutschen Kunst

München-Lehel * Reichskanzler Adolf Hitler legt, begleitet vom Geläute sämtlicher Münchner Kirchenglocken, den Grundstein für das Haus der Deutschen Kunst. Dabei bricht der Zeremonienhammer in zwei Teile. Ein böses Omen.

Zugleich verleiht der „Führer“ der bayerischen Hauptstadt den Ehrentitel Hauptstadt der Deutschen Kunst.