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Hochstift Freising - Wo war die Grafschaft auf dem Yserrain?

Staffel 1 · Folge 12 · 17:12

Im Mittelalter gehörten die Ortsteile des Stadtbezirks 13 Bogenhausen zu verschiedenen Herrschaftsgebieten. Der südliche Teil mit Bogenhausen, Denning und Zamdorf waren Teil des Herzogtums Baiern und zugleich Grenzorte zum Hochstift Freising. Die Englschalkinger und Memeler Straße bildeten die Südgrenze des Freisinger Landes zum Herzogtum. Nördlich davon gelegene Orte wie Daglfing, Englschalking, Ober- und Unterföhring waren mit Ismaning Teil der Grafschaft auf dem Yserrain als Teil des Hochstifts.


Die Bischöfe von Freising bemühten sich fortwährend um den Ausbau ihrer Herrschaft im Ismaninger Raum. Durch eine Tauschaktion mit Herzog Ludwig dem Strengen erlangten sie im Jahre 1272 das Dorfgericht in Ismaning. Am 10. September 1319 verlor schließlich das Landgericht Wolfratshausen den nördlichen Teil seines Gebietes: Kaiser Ludwig der Bayer verkaufte um 100 Mark Silber den „Rain bei der Isar“ an das Hochstift Freising unter Bischof Konrad III. Er verlieh dem Bischof die volle Gerichtsbarkeit über dieses Gebiet. Der Bischof bestimmte darüber als weltlicher Landesherr bis zur Säkularisation 1803. Mehr über das Hochstift Freising erfahren Sie im Podcast.