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2000
-3000 Chronik 2026
Gefundene Einträge: 19
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2000
München liegt beim Weinkonsum vorn 

München * Der jährliche Weinverbrauch liegt in München bei durchschnittlich 40 Litern pro Kopf. Damit steht München unter den deutschen Großstädten [= mindestens 100.000 Einwohner] an der Spitze. Der Bundesdurchschnitt beträgt nach denselben Angaben 27 Liter. In die Berechnung gehen sämtliche Einwohner ein – vom Säugling bis zum überzeugten Abstinenzler. 

Suchbegriffe: Wein, Weinverbrauch
2000
„Aufbrezeln“ steht im Duden

Bundesrepublik Deutschland * Das Verb „aufbrezeln“ wird in den Duden aufgenommen und gehört damit offiziell zum Wortschatz des Standarddeutschen. Es bedeutet „sich besonders schick machen“, „sich herausputzen“ oder „sich geschniegelt präsentieren“ und hat seinen Ursprung im bairisch-österreichischen Sprachraum. 

Mit der Aufnahme in den Duden findet eine ursprünglich regionale Redewendung bundesweite Anerkennung und etabliert sich endgültig als Bestandteil der deutschen Standardsprache. 

Suchbegriffe: Breze, aufbrezeln, Duden
Um 2000
Die gläserne Mass prägt das Oktoberfest 

München-Theresienwiese * In den Festzelten wird das Bier überwiegend in gläsernen Maßkrügen ausgeschenkt. Das durchsichtige Gefäß erleichtert Gästen und Kontrollpersonal die Überprüfung der eingeschenkten Biermenge. Der Glaskrug verdrängt den traditionellen Steinzeugkrug bereits seit Jahrzehnten aus dem regulären Wiesnausschank.  

Als offizieller Oktoberfest-Sammlerkrug bleibt der graue Steinzeugkrug erhalten. Die Landeshauptstadt gibt ihn seit 1978 jährlich mit dem jeweiligen Festmotiv heraus. Seit 1987 ergänzt eine Ausführung mit Zinndeckel die Reihe. 

2000
Generalinstandsetzung des Schauspielhauses 

München-Graggenau * Mit einer umfassenden Generalinstandsetzung wird das Schauspielhaus zwischen 2000 und 2003 grundlegend saniert. Wiener Architekten erneuern die teilweise marode Bausubstanz und modernisieren die veraltete Bühnentechnik. Ziel ist es, den ursprünglichen Charakter des Jugendstilbaus von 1901 wieder stärker sichtbar zu machen. 

Trotz aller Modernisierungen bleibt das Haus seinem ursprünglichen Konzept treu: Richard Riemerschmid versteht das Schauspielhaus nicht als repräsentativen Theaterpalast, sondern als einen intimen Theaterraum – „eigentlich ein Gartenpavillon“. 

2000
Ein Studierendenwohnheim entsteht an der Richard-Wagner-Straße 

München-Maxvorstadt * Auf dem ehemaligen Ruinengrundstück an der Richard-Wagner-Straße 16 entsteht ein sechsgeschossiges Studierendenwohnheim der Ingeborg van Calker-Stiftung. Das Haus bietet 36 Wohnplätze. Nach dem Willen der Stifterin werden bevorzugt Schweizer Studierende aufgenommen; auch Studierende anderer Herkunft finden hier Unterkunft. 

30. April 2000
Die Georgskirche in Bogenhausen wird im neuen Glanz eröffnet

München-Bogenhausen * Die Sankt-Georgskirche kann - nach sechs Jahren und unter Einsatz von 3,8 Millionen DMark - im neuen Glanz wieder eröffnet werden. 

Selbst die im Jahr 1971 verschwundenen Engelsköpfe von Ignaz Günther kehren an ihren alten Platz auf dem rechten Seitenaltar zurück. Die Puttenköpfe sind bei einer Nachlassversteigerung in einem Auktionshaus unerwartet aufgetaucht und konnten dank einer großzügigen Spende zurückgekauft werden. Am linken Seitenaltar fehlt allerdings noch immer ein Engelsköpfchen. 

16. Juni 2000
VIAG und VEBA fusionieren zur E.ON AG 

München-Maxvorstadt - Düsseldorf * Die Münchner VIAG und der Düsseldorfer VEBA-Konzern schließen sich zur E.ON AG mit Sitz in Düsseldorf zusammen. Mit der Eintragung ins Handelsregister wird die Fusion der beiden Industrie- und Energiekonzerne wirksam. 

Suchbegriffe: VIAG, E.ON AG, VEBA
29. Juni 2000
Die Karl-Peters-Straße erhält den Namen Ida-Pfeiffer-Straße

München-Zamdorf * Auf Antrag des Bezirksausschusses Bogenhausen wird die Umbenennung der Karl-Peters-Straße in Ida-Pfeiffer-Straße beschlossen. Die Straße erinnert künftig an die österreichische Weltreisende und Schriftstellerin Ida Pfeiffer (1797–1858), die zwischen 1846 und 1855 zweimal die Erde umrundet.  

Damit endet die Ehrung des Kolonialpolitikers Carl Peters (1856–1918). Er gehört 1884 zu den Gründern der „Gesellschaft für deutsche Kolonisation“ und treibt die deutsche Kolonialherrschaft in Ostafrika voran. Seine brutale Amtsführung und willkürliche Hinrichtungen bringen ihm den Beinamen „Hänge-Peters“ ein. 1897 wird er aus dem Reichsdienst entlassen.