Vom Bierfuizl zum Bierdeckel
München * In den Gaststätten setzen sich saugfähige Bierglasuntersetzer aus Holzstoff zunehmend gegen die älteren Wollfilze durch. Die bayerische Bezeichnung „Bierfuizl“ erinnert weiterhin an das ursprünglich verwendete Material. Die Untersetzer nehmen überlaufendes Bier und herabtropfenden Schaum auf und schützen die Tischoberfläche.
Einen entscheidenden Entwicklungsschritt ermöglicht Robert Spuths 1892 patentiertes Verfahren zur Herstellung von Holzfilzplatten. Die daraus gefertigten Untersetzer sind besonders saugfähig und lassen sich mit Reklame und Sinnsprüchen bedrucken. 1903 beginnt auch die Firma Katz im badischen Weisenbach mit der Bierdeckelproduktion.
Mit Brauereinamen, Wappen und Werbemotiven bedruckt, werden die praktischen Unterlagen zugleich zu Werbeträgern auf den Wirtshaustischen.