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Fakten

Gewalt auf dem Weg nach Konstantinopel 

Ende Mai 1096

Ungarn und Balkan * Die unzureichend organisierten Gruppen des Volkskreuzzugs durchqueren Ungarn auf dem Weg nach Konstantinopel. Versorgungsprobleme, mangelnde Disziplin und gegenseitiges Misstrauen führen zunehmend zu Plünderungen und bewaffneten Auseinandersetzungen. Dabei greifen Kreuzfahrer auch ungarische und byzantinische Christen an – ausgerechnet Angehörige jener christlichen Reiche, denen der Kreuzzugsaufruf Unterstützung verspricht. 

Trotz schwerer Verluste erreichen große Teile des Volkskreuzzugs im August Konstantinopel. Kaiser Alexios I. lässt sie über den Bosporus nach Kleinasien bringen und warnt sie davor, ohne die später erwarteten Ritterheere weiterzuziehen. Die Kreuzfahrer ignorieren seinen Rat und plündern das Umland von Nicäa. 

Am 21. Oktober 1096 werden sie bei Civetot vom Heer des seldschukischen Sultans Kılıç Arslan I. vernichtend geschlagen. Nur wenige können sich retten. Damit endet der Volkskreuzzug, noch bevor der eigentliche Erste Kreuzzug das Gebiet erreicht.