Philipp IV. fordert andere Herrscher zum Vorgehen gegen die Templer auf
Paris * Drei Tage nach den Massenverhaftungen in Frankreich informiert König Philipp IV. andere europäische Herrscher über sein Vorgehen gegen den Templerorden. Er fordert sie auf, seinem Beispiel zu folgen und ebenfalls gegen die Ordensbrüder vorzugehen.
Zur Rechtfertigung wiederholt das königliche Schreiben die schweren Anschuldigungen: Die Templer sollen Christus verleugnen, auf das Kreuz spucken und bei der Aufnahme obszöne Handlungen vollziehen. Außerdem wird ihnen vorgeworfen, sexuelle Beziehungen zwischen Ordensbrüdern zu verlangen. Philipp stellt seinen Eingriff als Verteidigung des christlichen Glaubens dar und versucht, die Verfolgung über Frankreich hinaus auszuweiten.
Die Vorwürfe stoßen jedoch zunächst auf Skepsis. Sowohl König Eduard II. von England als auch König Jakob II. von Aragón begegnen den Anschuldigungen mit Vorbehalten. Eine sofortige gemeinsame Aktion der europäischen Herrscher kommt nicht zustande.