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Der Weinanbau in Freising ist urkundlich belegt

Freising * Der Weinanbau in Freising ist urkundlich belegt. Bischof Arbeo nennt Altbayern ein „mit Wein wohlversehenes Land“. Bis in die Gegend des Tegernsees und Schliersees, am Staffelsee und Chiemsee, bei Adelholzen und Traunstein, bei Tölz und Lenggries wird Wein angebaut.

Das Kerngebiet des regionalen Landweins, des sogenannten „Baierweins“, liegt an den Hängen der Donau, bei Regensburg, Kehlheim und Donaustauf vor allem. Von der Donau aus schiebt sich der Weinbau in die Seitentäler der Wörnitz, der Altmühl, der Naab und des Regen hinein. Im schwäbischen Donauwörth, bei Straubing und Passau, an den Ufern von Isar und Inn, an Salzach und Rott wird Wein angebaut. Landshut und die untere Isar sind Zentren des Weinanbaus, deren besten Gewächse noch bis ins 17. Jahrhundert in die Hofkeller der Münchner Residenz wandern.

1434
Der Haidhauser Lehm wird auf Tauglichkeit untersucht

Haidhausen * Die Stadt lässt einen Ziegelmeister aus Straubing kommen, der den Haidhauser Lehm auf Tauglichkeit untersuchen soll. Gleichzeitig schickt die Stadtverwaltung Lehmproben nach Augsburg.

Das Ergebnis ist eine schallende Ohrfeige für die Münchner Hafner, weil die Augsburger eine wesentlich bessere Qualität an Ziegeln herstellen konnten als die Münchner. Damit war eindeutig bewiesen, am Material liegt es nicht.

1629
Barbara Perhofer aus Aubing muss sich auf den Pranger stellen

München-Kreuzviertel * Eine Barbara Perhofer aus Aubing muss sich - mit eingeflochtenen Strohzöpfen und einen Strohkranz auf dem Kopf - zur Strafe eine Stunde an der Soldatenwache auf dem Marktplatz auf den Pranger stellen.

Erstmals taucht in diesem Bericht die Alte Hauptwache am Thomaßeck auf.

1641
Ermittlungen wegen des Auftauchens von Werwölfen

Straubing * Im Rentamt Straubing gibt es Ermittlungen wegen des Auftauchens von Werwölfen im Baierischen Wald. Dort hat sich in der Zeit des Krieges „allerhandt zauberische abergläubische Khünstten und sonderlich zwar das Paizen (wodurch Vich und Leithen an Leib und Leben khan Schaden zuegefüegt werden) so starkh eingerissen und überhandt genommen, das der gemaine ainfeltige Burger und Baursmann in die Gedankhen gleichsamb gerathen, er sich beregter abergläubischer Khünsten ohne Sindt und befahrende Bestraffung gebrauchen und bedienen khönne“.

Um die Verdächtigten verhaften zu können, wird ein eigenes Gefängnis erbaut. 

3. August 1704
Straubing gelobt den Bau einer Dreifaltigkeitssäule 

Straubing * Angesichts der drohenden Kriegsgefahr geloben die kurfürstliche Regierung, das Stiftskapitel, der Stadtmagistrat und die Bürgerschaft, auf dem Oberen Stadtplatz eine marmorne Ehrensäule zu Ehren der Heiligen Dreifaltigkeit zu errichten. Sie erhoffen sich davon Schutz vor Belagerung, Zerstörung und anderen Kriegsfolgen. 

Im Oktober wird Straubing von österreichischen Truppen beschossen und anschließend besetzt, bleibt jedoch von einer umfassenden Zerstörung verschont. 

17. Oktober 1704
Die Dreifaltigkeitssäule wird aufgestellt 

Straubing * Auf dem Oberen Stadtplatz wird die etwa 15 Meter hohe Dreifaltigkeitssäule aufgestellt. Mit dem von Johann Gottfried Frisch entworfenen Barockmonument erfüllt Straubing noch während der österreichischen Besatzung das Gelübde vom 3. August 1704. Damals hatten Regierung, Stiftskapitel, Stadtmagistrat und Bürgerschaft die Errichtung einer marmornen Ehrensäule versprochen, falls die Stadt die Gefahren des Spanischen Erbfolgekriegs glimpflich übersteht. 

Am 20. Oktober 1709 wird die Votivsäule mit einem Hochamt und einer Prozession feierlich eingeweiht. Sie prägt bis heute den Straubinger Theresienplatz. 

15. Dezember 1704
Die besetzten Rentämter müssen Millionen zahlen 

Straubing - Landshut - Burghausen * Den drei besetzten baierischen Rentämtern wird eine Kontribution von insgesamt 3,15 Millionen Gulden auferlegt. Mit diesen Zwangsabgaben sollen die kaiserlichen Besatzungstruppen unterhalten werden. Die geforderte Summe übersteigt das gewöhnliche jährliche Steueraufkommen des gesamten Kurfürstentums um mehr als das Doppelte. 

Zusätzlich wird eine außerordentliche Landsteuer erhoben, aus der die Auflösung und Entlassung des kurbaierischen Heeres finanziert werden soll. Gleichzeitig beziehen die kaiserlichen Truppen in den besetzten Gebieten ihre Winterquartiere. Die Bevölkerung muss deshalb nicht nur hohe Geldzahlungen leisten, sondern auch Soldaten unterbringen und mit Lebensmitteln, Brennmaterial und weiteren Gütern versorgen. 

17. Oktober 1709
Die Straubinger Dreifaltigkeitssäule wird eingeweiht 

Straubing * Auf dem heutigen Theresienplatz wird die barocke Dreifaltigkeitssäule feierlich eingeweiht. Das etwa 15 Meter hohe Denkmal erfüllt ein Gelübde, das Regierung, Stiftskapitel, Stadtmagistrat und Bürgerschaft während der Kriegsgefahr im August 1704 abgelegt haben. Sie versprachen die Errichtung einer steinernen Ehrensäule, falls Straubing von den Folgen der Belagerung weitgehend verschont bleibt. 

Die Säule entsteht nach einem Entwurf des Bogener Bildhauers Johann Gottfried Frisch – während Straubing weiterhin unter österreichischer Besatzung steht und das Kurfürstentum von der Kaiserlichen Administration regiert wird. 

7. Februar 1802
Das Karmeliten-Kloster wird säkularisiert

München-Kreuzviertel * Das Karmeliten-Kloster wird aufgehoben und das Bargeld sowie die Stiftungskapitalien eingezogen. Im Karmeliten-Kloster leben 31 Patres und vier Laienbrüder. Wer nicht in den Weltklerus wechselt, soll in das Franziskaner-Kloster in Straubing kommen, das zum Zentralkloster für die Karmeliten bestimmt worden ist. 

Um 1810
Joseph Sulzbeck und seine Kapelle

München * Drei weitere Musiker gesellen sich zu Joseph Sulzbeck hinzu. Es sind dies der Flötist Straubinger, der Violinspieler und Sänger Huber, genannt „Canape“, und der Harfenzupfer Bacherl. 

  • Ein Programm hat die erste Münchner Volkssängergruppe nicht. Ihre Mitglieder spielen und singen, was ihnen gerade einfällt oder was gefordert wird.
  • Sie haben kein festes Engagement und leben alleine von den Trinkgeldern, die sie beim Einsammeln, beim „Schuberln“ oder „Abwackeln“ mit dem Teller, erhalten.
1. August 1918
Straubinger Frauen wollen keinen Königsbesuch

Straubing - Regensburg - München * Ein Regensburger Bürger hatte Ende Juli im Zug ein Gespräch von etwa 25 Straubinger Frauen über das 700-jährige Stadtjubiläum von Straubing mit angehört und berichtet am 1. August darüber an das Garnisonskommando Regensburg:

„Jetzt kommt der König zu uns - den brauch ma a no - der soll mit seine Trudln daheim bleiben - Unser Bürgermeister, der Depp is extra nach München g‘fahren und hat‘n eing‘laden - da schreins immer von den Schulden - de Dekration wird wieder a Geld kosten - a Festfressen wollns a gebn -  

Der soll nur kema - mir habens scho ausgmacht - mit de fauln Kartoffeln wird er empfanga. De moana, wenns a Militär hinstelln, dös hilft eana was - die Soldaten helfa alle zu uns - de ham von dem Schwindel a gnua!“. 

1. März 1919
Flugblätter flattern über München vom Himmel

München * Flugzeuge werfen über München Flugblätter ab. Die von Ernst Schneppenhorst und Hermann Ewinger für das Kommando des III. Armeekorps unterzeichneten Aufrufe fordern im Namen der Arbeiter und Soldaten von Amberg, Bayreuth, Sulzbach, Regensburg, Straubing, Erlangen, Ingolstadt, Grafenwöhr, Nürnberg und Fürth auf, sich gegen eine Diktatur der Kommunisten und Dr. Max Levien zu wenden. 

7. April 1919
Die Räterepublik Baiern wird es lediglich ganze sechs Tage geben

München - Freistaat Bayern * Die Räterepublik Baiern wird es lediglich ganze sechs Tage - bis zum 13. April - geben. Der Schwerpunkt der Rätebewegung findet sich in den Regierungsbezirken Oberbayern und Schwaben. Auch in den größeren niederbayerischen Städten und in der Oberpfalz folgen zahlreiche Städte dem Beispiel Münchens: in Amberg, Burglengenfeld, Landshut, Passau, Regensburg und Straubing, werden Räteregierungen gegründet.

Auch in den nordbayerischen Städten Ansbach, Aschaffenburg, Fürth, Hof, Kulmbach, Marktredwitz und Würzburg. Lediglich Bamberg, Erlangen und Nürnberg bildeten in ihrem Stadtgebiet keine Räterepublik. Doch nur an wenigen Orten bestehen die Räterepubliken über den 10. April hinaus. 

Um April 1945
Die Stadelheimer Guillotine wird nach Straubing transportiert

Straubing * Die Guillotine wird aus dem Gefängnis München-Stadelheim nach Straubing transportiert. Kurz vor dem Einmarsch der Amerikaner soll die Köpfmaschine - angeblich - in den Fluten der Donau versenkt worden sein - und nie gehoben. 

Das Mordinstrument von Johann Reichhart befindet sich nach neuesten Recherchen im Depot der Bayerischen Nationalmuseums. 

20. September 1958
Wiesnwirt Richard Süßmeier wird Letzter beim Einzug der Wiesnwirte

München-Theresienwiese * Richard Süßmeier betreibt in einer ehemaligen Reichsarbeitsdienstbaracke das Kleine Winzerer Fähndl auf der Wiesn. Beim Einzug der Wiesnwirte zieht der Wirt vom Straubinger Hof zieht mit einem Eselskarren in seine kleine Festhalle ein. 

„Ich hab‘ mir gedacht: Ich mit dem kleinsten Zelt, mit dieser Baracke - dazu passt doch keine Pferdekutsche beim Einzug.“ Also spannt er zwei Esel vor einen Leiterwagen. In der Sonnenstraße setzen sich die Esel einfach hin und stehen nicht mehr auf. Damit ist er der Letzte beim Wiesnwirte-Einzug. Hinter ihm nur noch die Polizei und die Straßenreinigung.

Seitdem dürfen sich keine Esel mehr am Einzug der Wiesnwirte beteiligen. (Wohlgemerkt vierhaxige!)