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Der Weinanbau in Freising ist urkundlich belegt

Freising * Der Weinanbau in Freising ist urkundlich belegt. Bischof Arbeo nennt Altbayern ein „mit Wein wohlversehenes Land“. Bis in die Gegend des Tegernsees und Schliersees, am Staffelsee und Chiemsee, bei Adelholzen und Traunstein, bei Tölz und Lenggries wird Wein angebaut.

Das Kerngebiet des regionalen Landweins, des sogenannten „Baierweins“, liegt an den Hängen der Donau, bei Regensburg, Kehlheim und Donaustauf vor allem. Von der Donau aus schiebt sich der Weinbau in die Seitentäler der Wörnitz, der Altmühl, der Naab und des Regen hinein. Im schwäbischen Donauwörth, bei Straubing und Passau, an den Ufern von Isar und Inn, an Salzach und Rott wird Wein angebaut. Landshut und die untere Isar sind Zentren des Weinanbaus, deren besten Gewächse noch bis ins 17. Jahrhundert in die Hofkeller der Münchner Residenz wandern.

um 1250
Weinbau im Herzogtum Baiern 

Herzogtum Baiern * Vorsichtige Schätzungen beziffern die Rebfläche des Baierweins um 1250 auf rund 2.000 Hektar. Der Weinbau prägt damit weite Teile des Herzogtums Baiern. Heute umfasst das traditionsreiche Anbaugebiet nur noch etwa vier Hektar. 

Suchbegriffe: Wein, Baierwein
Um 1300
Wein prägt den Münchner Getränkehandel 

München * Wein ist in Baiern ein verbreitetes Alltagsgetränk. Auf dem Münchner Markt wird neben dem einheimischen „Baierwein“ auch eingeführter Wein angeboten. Weine aus Tirol und dem Etschtal heißen „Welschweine“ oder „Etschweine“, österreichische Weine werden als „Osterweine“ bezeichnet. 

Auch „Neckarweine“ aus dem württembergischen Raum gelangen nach München. Ihr Handel ist eng mit dem Salztransport verbunden: Händler bringen Wein nach München und nehmen auf dem Rückweg Salz mit. Dadurch lassen sich Leerfahrten vermeiden und Transportkosten senken. Das Angebot ergänzen kostbare „Südweine“ aus dem Mittelmeerraum. 

1784
Johann Perzl spottet über den Baierwein

München * Johann Perzl spottet über den Baierwein: „Es wächst zwar in Baiern selbst einiger Wein an den Gegenden der Donau, ober und unter Regensburg, bey Landshut und in der Gegend um Dingolfing.
Wenn er etwa an die zwanzig Jahre gelegen hat, dann soll er nicht ganz widerlich zu trinken seyn; sonst aber wird er gewöhnlich nur als Essig gebraucht“
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