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Um 1300
Wein prägt den Münchner Getränkehandel 

München * Wein ist in Baiern ein verbreitetes Alltagsgetränk. Auf dem Münchner Markt wird neben dem einheimischen „Baierwein“ auch eingeführter Wein angeboten. Weine aus Tirol und dem Etschtal heißen „Welschweine“ oder „Etschweine“, österreichische Weine werden als „Osterweine“ bezeichnet. 

Auch „Neckarweine“ aus dem württembergischen Raum gelangen nach München. Ihr Handel ist eng mit dem Salztransport verbunden: Händler bringen Wein nach München und nehmen auf dem Rückweg Salz mit. Dadurch lassen sich Leerfahrten vermeiden und Transportkosten senken. Das Angebot ergänzen kostbare „Südweine“ aus dem Mittelmeerraum. 

1487
Der Bozener Markt wird nach Mittenwald verlegt

Mittenwald * Die Venetianer Kaufleute verlassen Bozen als ihren Hauptstapelplatz für Waren nach einem Streit mit der dortigen Regierung. Als Ersatzstandort erwählen sie Mittenwald, in dem sie bis 1679 den sogenannten Bozener Markt abhalten und die „welschen“ - sprich fremden - Waren angebieten, verkaufen und verfrachten.

Auf Saumtieren und Karren werden die Güter über die steilen Gebirgspässe gebracht und gelangen schließlich über Zirl und Seefeld hinab nach Scharnitz und Mittenwald. Den Weitertransport übernehmen heimische Fuhrleute.

Gehandelt wird mit: Gewürzen, Südfrüchten, Ballen mit Baumwolle, Pfeffersäcke, Säcke mit Johannisbrot, Safran und Ingwer, Ballen mit Schreibpapier, Borten, Schleier, Ölfässer, Fässer mit Feigen, Zucker, Welsch- und Etschwein.