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In Schwabmünchen beginnen die Hexenverfolgungen

Schwabmünchen * In dem zum Hochstift Augsburg gehörenden Schwabmünchen beginnen die Hexenverfolgungen, wo der als Hexenbischof bekannte Marquard II. vom Berg bald das Gefängnis erweitern lassen muss, um die Angeklagten unterzubringen. Hierher kommt der Biberacher Hexenspezialist Christoph Hiert. Das Ergebnis des bischöflichen Hexenwahns sind 27 Hinrichtungen. 

Oktober 1610
Ein Aberglaubens- und Hexenmandat für das Hochstift Augsburg

Augsburg * Bischof Heinrich V. von Knöringen erlässt ein entsprechendes Aberglaubens- und Hexenmandat für das Hochstift Augsburg. Sie alle stehen damit in einer Linie mit den fränkischen Bischöfen und den Fürsten in München sowie Köln und zählten zu den von Papst Urban VIII. so bezeichneten „Zelanten“. 

Oktober 1702
Baierische Truppen besetzen weitere Städte in Schwaben 

Memmingen - Lauingen - Dillingen * Nach der Besetzung Ulms setzen die Truppen Max Emanuels ihren Vormarsch in Schwaben fort. Die Freie Reichsstadt Memmingen wird nach kurzer Belagerung eingenommen. Anschließend besetzen die Baiern auch Lauingen und Dillingen und sichern damit wichtige Straßen und Donauübergänge. 

Memmingen ist eine Reichsstadt, Lauingen gehört zum Herzogtum Pfalz-Neuburg, Dillingen zum Hochstift Augsburg. Mit den Eroberungen versucht Max Emanuel, sein Herrschaftsgebiet nach Westen auszudehnen und eine militärische Verbindung zu den französischen Truppen am Oberrhein herzustellen.