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19. Oktober 1563
In Rom wird die Marianische Kongregation gegründet

Rom * In Rom wird die Marianische Kongregation als Schwesterorganisation des Jesuitenordens gegründet. Ihren Ursprung hat die Marianische Männerkongregation im römischen Jesuitenkolleg, wo der flämische Jesuit Jean Leunis eine Studentengemeinschaft bildet, um den Erziehungsauftrag des Kollegs: „Die Einheit von Leben und Glauben in einer persönlichen Bindung an Jesus Christus unter dem Schutz der himmlischen Mutter zu finden“ weiter zu vertiefen. 

1577
Die erste Münchner Marianische Kongregation wird gegründet

München-Kreuzviertel * Unter der Leitung von Joachim von Fugger wird von elf Studenten der Jesuitenschule die erste Münchner Marianische Kongregation  [= Gemeinschaft] ins Leben gerufen. Ihre Versammlungen halten sie nach der Erbauung des Jesuitenkollegs in dem dortigen großen Saal ab. 

Ihre - Sodalen genannten - Mitglieder stellen sich unter den Schutz Marias, um so „den Gefahren des Glaubensabfalls und der Verwahrlosung der Sitten“ zu begegnen. 

Um 1600
Münchens Bautätigkeit zieht Menschen an

München - Au - Haidhausen - Lohe * Die großen Münchner Bauvorhaben schaffen Arbeit und erhöhen den Bedarf an Baumaterial. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts entstehen die Jesuitenkirche St. Michael mit dem Jesuitenkolleg und die später sogenannte Herzog-Max-Burg. Auch die Residenz wird weiter ausgebaut. 

Au und Haidhausen liegen außerhalb des Münchner Burgfriedens und gehören zum Landgerichtsbezirk Wolfratshausen. Hier finden auch Familien Unterkunft, denen die Niederlassung in München verwehrt bleibt. In der Au, in Haidhausen und in der Lohe entstehen Herbergen mit einfachen, häufig kleinen Wohnräumen. Haidhausen liefert außerdem Ziegel für Münchner Bauten; die örtlichen Lehmvorkommen bilden dafür die Grundlage. 

In den folgenden Jahrzehnten kommen weitere Großprojekte hinzu: Ab 1613 lässt Herzog Maximilian I. den Hofgarten anlegen, ab 1619 die Stadtbefestigung durch Wälle, Bastionen und Gräben verstärken. Diese Schanzarbeiten fallen bereits in die Zeit des Dreißigjährigen Kriegs. 

1806
Johann Peter Langer soll die Maler- und Bildhaueracademie leiten

Düsseldorf - München * Der Historienmaler und bisherige Direktor der Düsseldorfer Akademie und Gemäldegalerie, Johann Peter Langer, siedelt mit seinem Sohn Robert nach München über. Johann Peter Langer soll im neu erhobenen Königreich Baiern die Leitung der seit dem Jahr 1770 bestehenden Maler- und Bildhaueracademie übernehmen und auf europäisches Niveau anheben.

Untergebracht ist die Akademie der Bildenden Künste in dem Teil des ehemaligen Jesuitenkollegs neben der Michaelskirche in der Neuhauser Straße, der zuvor vom Wilhelmsgymnasium genutzt worden war und seit dem Jahr 1781 die Münchner Zeichnungsschule [= Maler- und Bildhauerakademie] beherbergte.