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Fakten

Münchens Bautätigkeit zieht Menschen an

Um 1600

München - Au - Haidhausen - Lohe * Die großen Münchner Bauvorhaben schaffen Arbeit und erhöhen den Bedarf an Baumaterial. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts entstehen die Jesuitenkirche St. Michael mit dem Jesuitenkolleg und die später sogenannte Herzog-Max-Burg. Auch die Residenz wird weiter ausgebaut. 

Au und Haidhausen liegen außerhalb des Münchner Burgfriedens und gehören zum Landgerichtsbezirk Wolfratshausen. Hier finden auch Familien Unterkunft, denen die Niederlassung in München verwehrt bleibt. In der Au, in Haidhausen und in der Lohe entstehen Herbergen mit einfachen, häufig kleinen Wohnräumen. Haidhausen liefert außerdem Ziegel für Münchner Bauten; die örtlichen Lehmvorkommen bilden dafür die Grundlage. 

In den folgenden Jahrzehnten kommen weitere Großprojekte hinzu: Ab 1613 lässt Herzog Maximilian I. den Hofgarten anlegen, ab 1619 die Stadtbefestigung durch Wälle, Bastionen und Gräben verstärken. Diese Schanzarbeiten fallen bereits in die Zeit des Dreißigjährigen Kriegs.