Franz von Paola wird geboren
Paola, Kalabrien * Francesco di Paola, im Deutschen Franz von Paola genannt, wird geboren. Später gründet er den Orden der Mindesten Brüder, der auch Paulanerorden heißt.
Paola, Kalabrien * Francesco di Paola, im Deutschen Franz von Paola genannt, wird geboren. Später gründet er den Orden der Mindesten Brüder, der auch Paulanerorden heißt.
Paola, Kalabrien * Männer, die ebenfalls in Armut, Gebet und Enthaltsamkeit leben wollen, schließen sich dem Einsiedler an. Daraus entwickelt sich die Gemeinschaft, aus der später der Paulanerorden hervorgeht. Sie orientieren sich am Vorbild des Franz von Assisi.
Rom - Paola * Papst Sixtus IV. bestätigt die Gemeinschaft um Francesco di Paola als „Einsiedlergemeinschaft des heiligen Franziskus von Assisi“. Ihre Mitglieder leben von Almosen und verzichten dauerhaft auf Fleisch und daraus gewonnene Lebensmittel.
Oberthalheim bei Timelkam * Wolfgang von Polheim gründet im heutigen Oberösterreich ein Kloster für die Gemeinschaft um Francesco di Paola. Im deutschsprachigen Raum werden die Ordensbrüder nach ihrem Gründer „Paulaner“ genannt.
Rom * Die Gemeinschaft heißt nun Orden der Mindesten Brüder („Minimen“, später auch „Paulaner“). Sie einigt sich auf eine Regel für das gemeinsame Zusammenleben. Damit ist der Grundstein für einen Bettelorden gelegt.
Rom * Papst Julius II. bestätigt die endgültige Fassung der Regel des von Franz von Paola gegründeten Ordens der Minimen, im deutschsprachigen Raum Paulaner genannt. Zu den drei üblichen Ordensgelübden tritt das Gelübde einer dauerhaft strengen Fastenlebensweise.
Tours * Francesco di Paola stirbt im Alter von 91 Jahren. Seinen Leichnam setzt man in der Kirche des Klosters Plessis-les-Tours bei.
Rom * Francesco di Paola wird - nur zwölf Jahre nach seinem Tod - von Papst Leo X. heiliggesprochen.
Kloster Plessis-les-Tours * Die sterblichen Überreste von Francesco di Paola werden von Calvinisten mit dem Holz eines großen Kruzifixes verbrannt. Frommen Katholiken gelingt es, einige Gebeine aus dem Feuer zu retten, welche als kostbare Reliquien in die Paulanerklöster von Plessis, Nigeon, Paris, Air, Neapel, Paola und Madrid gebracht wurden.
München - Au * Weil sich die Paulanermönche nicht an die Abmachungen halten und ihr Bier auch außerhalb des Klosters verkaufen, beschweren sich die Münchner Brauer beim Magistrat der Stadt und bitten um entschiedene Abhilfe des klösterlichen Brau- und Ausschankunwesens.
Dieser Protestbrief gilt als Geburtsurkunde der Paulaner-Brauerei. Die Paulaner verstoßen allerdings auch in den kommenden 165 Jahren immer wieder ganz bewusst gegen Vorschriften und Gesetze.
Au * Kurfürst Ferdinand Maria gestattet den Paulanern den Bau eines Bräuhauses, damit diese in der Au ihr Bier für den Hausgebrauch brauen dürfen, „weil ein gleiches und gesundes Getränk ein wesentliches Erfordernis für Mönche ist, deren Hauptnahrung Bier ausmacht, indem sie in Baiern den Wein vermissen und ihnen schlechte Fische und Mehlspeisen, wozu keine Eier, keine Milch und Butter genommen werden dürfen, zu wenig Kräfte geben“.
Mit der Braustätte eröffnen die Paulaner-Ordensmänner still und leise einen Ausschank im Kloster und ziehen ihren Gewinn daraus. Außerdem bezahlen sie Handwerker und Arbeiter nicht mit Geld, sondern in Form des Kloster-Haustrunks.
Noch im selben Jahr klagten die Auer Wirte darüber, dass jedermann mit dem Krug ins Kloster kommen und dort sein Bier kaufen kann. Ein kurfürstlicher Erlass bedroht die vegetarischen Patres zwar mit einer Strafe von einhundert Dukaten sowie im Wiederholungsfall mit dem Herausreißen der Braupfanne und dem Verlust der dem Kloster erteilten Konzession. Doch diese Androhungen bekümmern die Mönche wenig.
München - Au * Kurfürst Max Emanuel erlässt gegenüber den Klöstern und Landständen ein Verbot des Brauens von weißem und obergärigem Bier - zum Schutz der kurfürstlichen Brauhäuser. Die Paulaner-Ordensmänner stellen unbeeindruckt des Verbots die genannten Biere her.