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4. Februar 1919
Anfrage zur Regierungsbeteiligung an die USPD

Berlin * Die SPD-Fraktion diskutiert über eine mögliche Regierungsbeteiligung der USPD.

Man beschließt eine Anfrage, ob die Unabhängigen „auf der Grundlage des Bekenntnisses zur parlamentarischen Demokratie, d.h. zu einer Staatsform, die in jeder Beziehung durch den Willen der Mehrheit des Volkes bestimmt wird, mithin unter Ausschaltung jeder Putschtaktik“ in die „Regierungsmehrheit“ eintreten will.

Das Amt des Reichspräsidenten will Friedrich Ebert übernehmen, Philipp Scheidemann soll Reichskanzler werden. 

3. Oktober 1976
SPD und FDP behaupten ihre Regierungsmehrheit 

Bundesrepublik Deutschland – Bonn * Bei der Wahl zum 8. Deutschen Bundestag erreicht

  • die SPD mit Bundeskanzler Helmut Schmidt 42,6 Prozent der Zweitstimmen (−3,2 Prozentpunkte gegenüber 1972). 
  • Die CDU/CSU mit Kanzlerkandidat Helmut Kohl erzielt 48,6 Prozent (+3,7), die FDP 7,9 Prozent (−0,5). Die Wahlbeteiligung liegt bei 90,7 Prozent. 
  • Die CSU gewinnt in Bayern 60,0 Prozent der Zweitstimmen. Bundesweit entspricht ihr Ergebnis 10,6 Prozentpunkten des gemeinsamen Stimmenanteils der Union.CDU und CSU bilden mit 243 stimmberechtigten Abgeordneten die stärkste Fraktion. 
  • SPD und FDP verfügen zusammen über 253 Mandate – 214 für die SPD und 39 für die FDP – und damit über einen Vorsprung von zehn Sitzen gegenüber der Union. 
  • Die sozialliberale Koalition setzt ihre Regierungsarbeit fort. 

Am 15. Dezember 1976 wählt der Bundestag Helmut Schmidt erneut zum Bundeskanzler. 

Zu den Sitzzahlen: Einschließlich der 22 West-Berliner Abgeordneten zählen CDU/CSU 254, SPD 224 und FDP 40 Sitze. Die Berliner Abgeordneten besitzen damals kein volles Stimmrecht und zählen bei der Kanzlerwahl nicht mit. 

Suchbegriffe: Bundestagswahl, CDU, CSU, SPD, FDP