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2000
0 Chronik 2026
1. Juni 1799
Heinrich Jeremias Kreutzkamm wird in Quedlinburg geboren

Quedlinburg * Heinrich Jeremias Kreutzkamm wird in Quedlinburg geboren. Er legt später den Grundstein für die traditionsreiche Dresdner Conditorei Kreutzkamm und prägt mit seinem handwerklichen Können die Geschichte des Dresdner Christstollens nachhaltig. 

17. Oktober 1825
Konzession für die erste Kreutzkamm-Konditorei

Dresden * Heinrich Jeremias Kreutzkamm erhält die Konzession zur Eröffnung einer Konditorei mit Laden in Dresden. Mit diesem Schritt gründet er das Unternehmen Kreutzkamm und legt den Grundstein für eine bis heute bestehende Konditorei-Tradition. Seine Backkunst trägt maßgeblich zum internationalen Ansehen des Dresdner Christstollens bei. 

um August 1929
Ein „Florida für die Armen“ mitten in Haidhausen

München-Haidhausen * In der Münchner Chronik der Süddeutschen Sonntagspost findet sich eine Reportage über die Vorkommnisse während der besonders heißen „Hundstage“. Ein Journalist beschreibt darin, mit welcher jubelnder Begeisterung die Haidhauser, besonders die Kinder, den neuen Brunnen angenommen haben.  

„Der Magistrat“, so der Zeitungsschreiber, hat den Kindern „ein kleines Paradies“ spendiert, ein „Florida für die Armen“, mit frischem, kaltem Wasser und einer Fontäneninsel in der Mitte, bei dem eigentlich nur die einladende Tafel „Familienbad für Kinder“ fehlt. Die Kleinen waten „lustig hinein in den Märchenbrunnen zu den dreißig anderen, die da planschen und spritzen, pfeifend und singend, umgeben von einem Kranz wohlwollender erwachsener Zuschauer”. Ein wahres Geschenk, denn die Badeanstalt kostet „ein Zehnerl Eintritt, das man erst haben muß, wenn man es ausgeben will”.  

Der gelobte Münchner Stadtrat reagiert auf die Hymnen unbeholfen und verlegen. Denn, so die Verlautbarung, er „hat gar nicht gewußt, was die Haidhauser Wirbelköpfe aus seinem Brunnen gemacht haben!“  Und weiter, die „Stadtverwaltung“ hat „es erst erfahren durch Zuschriften einiger galliger Umbewohner, die sich in ihrer Ruhe gestört fühlen, die nicht verstehen, daß diese kleinen blassen Körperchen, die trotz der Ferien ans Großstadtpflaster gebannt sind, sich ein wenig austollen wollen.  
Ruhestörung! Es war ein Irrtum.  
Der Brunnen ist mißverstanden worden von den Kindern, von den Zuschauern, sogar von dem wackeren Polizeimann, der schmunzelnd vorbeiging und ebenfalls dachte, es sei ganz in Ordnung so“
.

Im Gegenteil. „Die Haidhauser hatten das Waten einfach auf eigene Faust eingeführt“ und angesichts der „Hundstage“ die „amtliche Billigung“ vorausgesetzt, muss sich der Journalist von der Stadtverwaltung belehren lassen. Natürlich muss ein Schild her, eine „leuchtende Verbotstafel“ mit der Aufschrift „Waten und Baden verboten“.  

Die sarkastische, weder die Stadtverwaltung noch die Miesmacher schonende Reportage stammt aus der Feder des nachmaligen SZ-Chefredakteurs und Herausgebers der Münchner Abendzeitung, Werner Friedmann. 

1948
Rückkehr zum Konditorhandwerk 

Garmisch-Partenkirchen * Mit der Rückgabe des Garmischer Eisstadions an die Gemeinde Garmisch-Partenkirchen endet Fritz Kreutzkamms Tätigkeit für die amerikanischen Streitkräfte. Bei Aufenthalten in München erkennt er den großen Bedarf an Süßwaren und Konditoreiprodukten. Er beschließt, wieder als selbstständiger Konditor zu arbeiten, holt seinen früheren Dresdner Betriebsleiter nach Garmisch und beginnt noch vor Weihnachten mit der Herstellung der berühmten Kreutzkamm-Stollen.

31. Oktober 1970
Frauenfußball wird erlaubt.

Frankfurt am Main • Der Deutsche Fußballbund - DFB hebt das seit 1955 bestehende Verbot des Frauenfußballs auf. Stollenschuhe sind verboten. Ein Spiel dauert 60 Minuten