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2000
-3000 Chronik 2026
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Um 1300
Wein prägt den Münchner Getränkehandel 

München * Wein ist in Baiern ein verbreitetes Alltagsgetränk. Auf dem Münchner Markt wird neben dem einheimischen „Baierwein“ auch eingeführter Wein angeboten. Weine aus Tirol und dem Etschtal heißen „Welschweine“ oder „Etschweine“, österreichische Weine werden als „Osterweine“ bezeichnet. 

Auch „Neckarweine“ aus dem württembergischen Raum gelangen nach München. Ihr Handel ist eng mit dem Salztransport verbunden: Händler bringen Wein nach München und nehmen auf dem Rückweg Salz mit. Dadurch lassen sich Leerfahrten vermeiden und Transportkosten senken. Das Angebot ergänzen kostbare „Südweine“ aus dem Mittelmeerraum. 

1310
Münchens Floßordnung regelt Weintransporte und bestraft Verstöße 

München * Die älteste erhaltene Münchner Floßordnung legt Beförderungspreise für Wein fest und regelt den Umgang mit der Fracht. Wer ein Weinfass beschädigt oder sich unerlaubt am transportierten Wein bedient, muss mit Strafen rechnen. Die Vorschriften sollen die Waren der Händler schützen und einen verlässlichen Transport auf der Isar gewährleisten. 

Suchbegriffe: Floßordnung, Weinfass, Strafen, Wein
1867
Eduard von Grützners Abschlussarbeit an der Kunstakademie

München-Maxvorstadt * Als Abschlussarbeit verlangt Karl von Piloty von seinen Schülern einen „großen historischen Unglücksfall“.

Als Thema für Eduard Grützner schlägt er vor: „Heinrich II. von England lässt sich 1174 am Sarkophage des Erzbischofs Thomas Becket geißeln“. Da der Student der Thematik nur wenig Sympathie abgewinnen kann, malt er eine ganz andere Unglücksgeschichte.

Es wird ein humoristisches Kellerbild mit Mönchen, auf dem ein behäbiger, zum Weinholen geschickter Klosterbruder abgebildet ist. Er hat zu tief und zu lange ins Glas geschaut und ist deshalb angetrunken - an einem Weinfass stehend - eingeschlafen. Von einem anderen Pater denunziert, wird der Mönch nun vom Prior kritisch beobachtet.

Piloty sieht sich das Bild lange an und sagt schließlich: „Bravo, gratuliere!“ Eduard Grützners nächstes Werk hat eine ähnliche Thematik: Ein von Zahnweh geplagtes Pfäfflein steigt in den Weinkeller, um dort Linderung für seine Pein zu suchen. Dieses Bild kauft der „Kunstverein“ an und versteigert es für dreihundert Gulden. Der Käufer veräußert es umgehend für beinahe das Dreifache.